Samstag, 28. Januar 2012

Glücklich

Als ich vom Bad kam lag Rose mit entblößtem Oberkörper auf ihrem Bett.
ER und ich verstanden gleichzeitig was das bedeutete. Sie wollte massiert werden.
Erst das zweite Mal, das Rose eine Massage einforderte. Nichts war abgesprochen, ich hatte keine Andeutungen gemacht, das Öl stand auch ungewärmt auf meinem Nachttisch. Sicher wollte ich es ihr beim Kuscheln anbieten. Aber nun war es nicht mehr nötig.

Was brauche ich?
Das Licht ist zu hell, erst mal die Kerzen an - Zeit gewinnen.
Das Öl vorwärmen? Dauert zu lange, warum nicht so wie früher einfach in der Hand.
Was massiere ich? Sie will sicher nur den Rücken, einfach zur Entspannung.
Die Füße noch dazu? Wenn es sich ergibt, aber die hat sie unter die Decke gesteckt.
Fehlt noch was? Welches Öl nehme ich?
Als alle Kerzen brannten löschte ich das Licht und stieg ins Bett.

Das Öl aus der Flasche in eine Hand, kurz darin kneten und dann auf den Rücken. Drei Portionen und dann ging es los. Ich hatte noch immer keinen Plan was genau ich machen wollte, verteilte erst mal das Öl mit der flachen Hand. Und genau dabei blieb es. Ich verteilte das Öl, schob es vor den Fingern her, glitt mit den Fingern darüber, an der Seite, am Brustansatz, auf der Schulter, am Nacken, den Oberarmen und die Arme hinab bis zu den Händen. Mal sanft und mit einer Hand, dann fest mit beiden Händen, zärtlich mit den Fingerspitzen, kräftig und mit viel Gewicht mit einem Handballen.

Kein Laut von Rose, erschöpft lag sie da, schien die Massage dennoch zu genießen.
ER und ich waren erregt. Während ER die ganze Zeit stand, zu hart zum Wippen oder Tanzen war, vermied ich es ständig Rose nicht mit IHM zu berühren. Ich lehnte mich über Rose um den Arm auf der anderen Seite zu massieren, legte einen Unterarm sanft auf ihrem Rücken ab und driftete auf ein Mal gedanklich ab. Alles um mich herum verschwand.
Ich legte meine Brust auf ihren Rücken, streichelte weiter ihren Arm, drückte mit den Fingern, strich mit Unterarm und Ellenbogen über ihren Rücken. Ich war beseelt von der Berührung die ich gerade hatte, spürte ihre Haut an meiner. Mein Mund war an ihrem Nacken, meine Lippen hauten dagegen und ich spürte meinen Atem zurück kommend an meiner Wange. Es war erregend, Rose zu geben. Nicht mehr mit der Hand sondern mit dem Unterarm drückte ich gegen den Rücken, konnte ich selbst liegen, mehr Haut mit ihr teilen, mein Kopf bei ihrem sein.

Irgendwann war ich erschöpft.
Mir fehlte die Kraft meinen Arm zu heben, meine Hände auf Rose zu legen und weiter zu massieren. Der Kopf war zu voll, die Emotionen zu stark gewesen. Weit entfernt von einem Orgasmus oder von der leiblichen Befriedigung hatte ich etwas erhalten, dass mich so glücklich machte, aber auch erschöpfte ohne mich jedoch auszulaugen.
Ein kurzer Kuss auf die Wange, dann stand ich auf, bedeckte Rose, löschte die Kerzen und kuschelte mich an sie.
Rose schloss mich in ihre Arme und kurz darauf war ich auch schon entschlummert.

Heute Morgen war es nach langer Zeit wieder so weit.
Die halbe Nacht hatte ich mich auf meinem Lager gewälzt, drückte ER sich mir in mein Gedächtnis, pochte eine 10 zwischen meinen Beinen und in meinem Kopf.
Selbst noch kurz vor dem Frühstück spürte ich ständig die Erregung und freue mich darauf, was der Tag noch bringen mag.

Vom Rosenzüchtling

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