Freitag, 18. September 2026

Das bin ich

Wer bin ich


Ich will selbst entscheiden.

Wo ich lebe.
Wie ich lebe.
Womit ich mein Geld verdiene.

Für andere klingt das vielleicht nach Freiheit.

Für mich ist es mehr.

Es ist mein Leben.

Ich kann eine Strecke durch vier Länder planen.
Übernachtungen suchen.
Dieselpreise vergleichen.
Mautstrecken prüfen.
Und am Ende dort ankommen, wo ich hinwollte.

Ich kann sogar einem Paketauto hinterherfahren, es überholen und den Fahrer stoppen, wenn darin mein Paket liegt.

Aufgeben ist nicht unbedingt meine erste Reaktion.

Zumindest nicht bei Dingen, die ich greifen kann.

Schwieriger wird es bei Menschen.

Ich kann einen Fehler in einer Berechnung finden.
Ich kann erkennen, wenn eine Aussage nicht zu den Fakten passt.
Ich kann so lange nachfragen, bis ich verstanden habe, wie etwas funktioniert.

Bei Menschen funktioniert das nicht.

Da gibt es keine Formel.

Keine Kontrollrechnung.

Manchmal nicht einmal eine Antwort.

Ich wünsche mir Nähe.

Nicht irgendeine.

Ich möchte nicht immer nur selbst anrufen können.
Nicht immer selbst schreiben.
Nicht immer derjenige sein, der eine Verbindung am Leben hält.

Ich möchte vermisst werden.

Ich möchte für jemanden so wichtig sein, dass er von selbst an mich denkt.

Eine Nachricht schickt.

Anruft.

Einfach weil ich in seinem Leben vorkomme.

Bleibt das aus, trifft es mich an einer Stelle, an der Vernunft wenig ausrichten kann.

Ich weiß, dass eine ausbleibende Nachricht nicht beweist, dass ich wertlos bin.

Ich weiß es.

Fühlen tue ich manchmal etwas anderes.

Ich kann mich stark an einen Menschen binden.

Und ich kann trotzdem eine Grenze akzeptieren.

Das ist kein Widerspruch.

Doch.

Eigentlich ist es genau das.

Ich möchte Kontakt.

Und ich schreibe nicht.

Ich hoffe.

Und zwinge mich, aus der Hoffnung keine Gewissheit zu machen.

Ich kann beides gleichzeitig.

Vielleicht ist das eine meiner Stärken.

Vielleicht ist es auch das, was mich so viel Kraft kostet.

Ich denke viel.

Manchmal zu viel.

Ich zerlege Probleme, suche Ursachen, rechne Möglichkeiten durch. Ich möchte verstehen, bevor ich entscheide.

Das schützt mich.

Es hält mich aber auch fest.

Während ich noch prüfe, ob eine Idee wirklich tragfähig ist, steht sie schon neben der nächsten Idee. Und der nächsten.

Ich lerne.

Claude Code.
KI.
Excel.
Webseiten.
Automatisierung.
Business.

Ich lerne viel.

Aber Lernen ist noch kein Einkommen.

Ein fertiges Programm ist noch kein Kunde.

Eine gute Idee ist noch kein Business-Case.

Genau dort sitzt meine Angst.

Nicht darin, morgen nichts mehr zu essen zu haben.

Meine Angst ist, dass ich mir dieses Leben irgendwann nicht mehr leisten kann.

Dass ich zurückmuss.

Nicht an einen bestimmten Ort.

In ein Leben, das ich nicht mehr will.

Geld ist für mich deshalb nicht nur Geld.

Geld ist Zeit.
Beweglichkeit.
Entscheidung.
Freiheit.

Ich bin gründlich, weil Fehler Folgen haben können.

Ich prüfe Preise, Verträge, Routen, Formulierungen und technische Details. Manchmal so lange, dass die Absicherung selbst zum Hindernis wird.

Ich möchte nichts behaupten, was ich nicht weiß.

Ich möchte niemandem etwas verkaufen, von dem ich selbst nicht überzeugt bin.

Ich will keine schöne Verpackung um eine leere Lösung bauen.

Das macht die Suche nach einem Geschäft schwieriger.

Aber es ist auch ein Teil von mir, den ich nicht verlieren möchte.

Ich kann Verantwortung übernehmen.

Manchmal trage ich sie länger, als sie mir gehört.

Ich kann mich entschuldigen.

Manchmal suche ich noch nach einer letzten Klärung, obwohl es diese vielleicht nicht mehr geben wird.

Ich kann Gefühle genau beobachten und trotzdem nicht immer mit ihnen umgehen.

Ich kann Angst haben, ohne gerade belastet zu sein.

Ich kann einsam sein und gleichzeitig wissen, dass mein Leben schön und wertvoll ist.

Ich kann jemanden vermissen und trotzdem nicht schreiben.

Das alles darf gleichzeitig wahr sein.

Ich bin nicht gescheitert.

Ich bin auch noch nicht angekommen.

Ich habe ein altes Leben verlassen und versuche gerade, das neue Leben finanziell, praktisch und menschlich auf die Beine zu stellen.

Praktisch gelingt mir vieles.

Finanziell suche ich noch.

Menschlich fehlt mir etwas.

Und trotzdem stehe ich morgens auf.

Ich plane.

Ich lerne.

Ich koche.

Ich trainiere.

Ich fahre weiter.

Nicht weil damit alles gelöst wäre.

Sondern weil dies im Moment mein Leben ist.

Und weil ich immer noch versuche, daraus genau das Leben zu machen, das ich führen will.

Vom längst Nicht-mehr-Paul



Eingestellt vom einem der sich einst Rosenzüchtling nannte

Dienstag, 28. Juli 2026

Das Lieblingsthema

Dein Lieblingsthema - bekam ich gesagt


Der Begriff ist nie gefallen (ist er wohl)

Den Begriff hatte ich nie gelesen (oh doch)

Ich konnte mich nach so viel Jahren nicht mehr daran erinnern.

Und doch war es so.

Ich hatte es verwechselt, hatte das Thema darauf bezogen, was ich bekomme.

Doch zu bekommen war nie mein Thema gewesen. 

Deshalb verleugnet ich den Begriff.


Zu geben! Das war mir wichtig.

Zu geben, das war mein Thema.

Und ja, so manch anderes musste darunter leiden, 

damit ich das Thema pflegen, erleben 

und das Weitergeben genießen kann.

 

Dienen. Für sie.

Da zu sein. Für sie.

 

Nicht das empfangen.

Das war nie mein Thema.

Sondern genau das Gegenteil davon.
Das war meine Liebe.

Das war das Lieblingsthema.

 

 

(M)ein Traum

Ein Traum war, sie zu säubern, nachdem sie Freude empfangen durfte.

Von wem auch immer wäre einzig ihre Entscheidung und ich vielleicht nicht mal dabei.

Zuerst bei Rose - doch das war nie wonach sie strebte.
Die Chance danach?

Sie erkannte früh, ich hatte Probleme ihr alles zu geben.
Da war etwas, das ging so nicht.
Warum also nicht das was fehlt bei jemand Potentem holen?
Und dann zurück. Für mich die Chance zu dienen
und sie nochmals glücklich zu machen..

 

Ein Lieblingsthema von früher.

Jedoch war es bis zur Tragödie

Auch ein Lieblingsgedanke.

 

Vom längst Nicht-mehr-Paul



Eingestellt vom einem der sich einst Rosenzüchtling nannte