Montag, 21. Dezember 2015

Ein Abend alleine

"Heute Abend verschwindet ihr in euren Zimmern" sagt Rose am Vormittag zu den Kids.
Das Haus ist voll. Alle drei sind daheim. Oder auch nicht.

Es ist ein kommen und gehen.
"Bin weg" sagt der Zweite und öffnet die Türe.
"Bin wieder da" hält der Erste noch den Schlüssel vor der Türe in der Hand.
Es ist schön alle Kids, die Familie wieder vereint zu haben.

Es ist der Tag nach dem vierte Advent. Die Kerzen brennen, der Baum ist geschmückt, der Braten längst aufgegessen und der Wiener noch am Sonntag beschert.
Es ist wie früher. Die Nächte werden durchgezockt. Die Playstation brummt, bemüht sich ständig zu kühlen. Früh morgens sind die Tisch ist mit den Resten der Nacht bedeckt und eines der Kids pennt auf der Couch.

Heute Abend jedoch nicht.
Für heute Abend hat Rose die Kids verbannt, hat sie weh, in ihre Zimmer geschickt.
Werden sie sich daran halten? Ich bin gespannt.
Gespannt bis um Sechs.

"Schon gepackt" fragt Rose den Wiener.
Morgen früh um Zehn geht sein Zug.
"Nein, mache ich morgen."
"Das schaffst du nicht. Mach es heute."
"Aber..."
"Kein Aber. Ich helfe."
Es ist Montag Abend.
Der Abend für den Rose die Kids in ihre Zimmer verbannte.
Der Abend an dem die Kids ihnen folgen.
Ein Abend an dem sie in aller Ruhe versucht alle Klamotten und Geschenke in die Koffer und Taschen des Wieners zu packen.
Nichts zerbrechen. Auch nichts zerdrücken.
Ja, sie hatte recht. Es war besser sie machte es alleine.
Ohne die Kids um sich herum.
Ohne den Wiener.

Gute Entscheidung.


Vom Rosenzüchtling

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