Donnerstag, 3. Mai 2012

Ihres



Seminar.

Ständig unterwegs, weg von ihr.

Unter dem Brocken hatte ich Geschmeide gekauft und ihr geschenkt.
Das erste Gute, das ich von den Seminaren mit nach Hause brachte.

Es gefällt ihr.
So oft es geht trägt sie es.
Gerät in Hektik, wenn sie es verlegt hat.
Achtet es, liebt es.

Und dann in dem Brief:
Sie trägt es für mich, als Bund.
Die Erinnerung an mich.

So wie mein Band mich an sie bindet,
so ist ihres das Denk-An-Dich für Rose.

Hatte ich schon einmal ein Geschenk für sie, dass sie mit so viel Freude trägt?


So schön, so einem himmlischen Wesen zu gehören.

Vom Rosenzüchtling

Vergessen


Zu langweilig, zu öde.
Einschläfernd und doch interessant.
Immer wieder gelang es mir, den roten Faden zu finden und ihm zu folgen.
Hangelte mich von Diskussion zu Diskussion, von Film zu Film.

Dann die Erlösung:

Der zweite Tag ist vorbei. Ich habe zu Abend gegessen und bin auf mein Zimmer.

Und dann lag er da.
Vergessen von mir, doch er war noch da.

Vor Erwartung zitternd öffnete ich den zweiten Umschlag.


Heute sollst du das Höschen tragen, Nachts
denkt an mich und lass ihn ein paar schöne Tröpfchen
in mein Höschen zeichnen...


Er stand sofort.

'Ja Zeichnen, Zeichnen' pulste Er mir zu.

Nachts!
Ich holte das Höschen hervor, betrachtete es und schnupperte daran.
Noch ist es ihres. Mit ihrem Geruch.
Noch bewahre ich ihn, hebe ihn mir auf.

Ich will mich beherrschen.
So habe ich was zum Freuen.



Das wird sicher eine schöne Nacht für mich.

Vom Rosenzüchtling