Dienstag, 24. Juli 2012

Schön


"Welche Hose hast du an?"
Die Anzugshose, die Jeans mag ich nicht.
"Damit kannst du nicht laufen. Lea springt an dir hoch und macht dich dreckig."

Teufel, Teufel... Dann zieh ich sie eben aus.
Hier wo ich bin, direkt neben ihr.
Die Hose in der Hand gebe ich ihr einen Kuss. Darunter war ich nackt und stehe nun so vor ihr. Nur die Zipfel vom Hemd bedenken IHN leicht.
"Schau, da ist einer neugierig", sagt Rose und packt zu.

Nicht am Schaft, wie ich es erwartet hätte. Sondern direkt in das Vergnügen. In den Schmerz von einer Stunde zuvor.
"Ui, die fühlen sich ja gut an."
"Ja Herrin" keuche ich gerade noch hervor.
"Tun die schon weh?" kommt grinsen die Frage.
"Und wie."
"Das ist ja schön. Da wird sich jemand aber freuen, dass er so noch gut zehn Tage warten darf."
Hier noch zehn Tag drauf? Zehn Tage warten und der Stress ist von alleine weg. Aber zehn Tage noch weiter geteased?

Jeden einzelnen Tag, an dem ich sie streicheln darf.
All die Tage an denen ich sie massieren kann.
Tage an denen ich die Rosenküsse bekomme.
An dem sie Kontakt mit IHM aufnimmt.
Sie die kleinen Kugeln in ihrer Hand massiert.

Halte ich wirklich die ganze Zeit durch?
Sollen es wirklich so viele werden?
Kann Rose IHN überhaupt so lange entbehren?

Was ich jetzt gerade erlebe ist schön.
Doch was kommt danach? 
Wird es besser?
Schmerzt es mehr?
Wird es schlimmer?
Lässt der Schmerz nach?

Was ist gut, was gefällt ihr?

Egal, heute ist es schön.
Der Augenblick zählt.


Vom Rosenzüchtling

Schmerz


Ein besonderer Tag.
Das Datum steht auf 24/7. Ein Narr, der die Bedeutung nicht versteht.

Doch Rose geht es nicht gut.
Der Kopf schmerzt schon seit der Nacht, nun schon den ganzen Tag. Dazu kommt noch Besuch, der ihren Körper leiden lässt.

Rose geht es nicht gut. Und sie mag auch keinen Schmerz.

Ich stehe hinter der Couch und streichle durch ihr Haar. Meine Finger fahren über ihre Stirn, drücken sanft über den Augenbrauen und streicheln den Schmerz hinaus.
Ab liebsten nehme ich in ihr ab, sende ihn zu IHM hinab.
Je mehr ich Rose massiere, meine Finger sie berühren und den Schmerz aus ihr vertreiben um so mehr spüre ich von IHM.

Sein Verlangen nach Kontakt. Nach Berührung und nach mehr.
Eigentlich ist es kein Problem dies auszuhalten. Doch langsam wird es mehr. Das kommt noch was dazu. Ein Stechen zum Pochen. Sein Quälen ist mir bekannt. Doch die zwei Kleinen kommen hinzu. Ein Stechen links, mehr davon Rechts.
Es zieht, geht direkt in den Kopf. Da ist das was ER macht ein lauer Wind.

Meine Finger fahren unter ihr Kinn, die Wangen hinauf, kreisen an den Schläfen, drücken gegen die Stirn und gleiten in ihr Haar. Alle Finger am Hinterkopf massieren die Daumen ihre Stirn. Ich beuge mich über sie und küsse ihr Kinn, ihre Nase, ihre Stirn. Massiere den Nacken und spüre den stechenden Schmerz.

Ich merke, dass es sich lohnt und Rose langsam entspannt.
Sie hat es verdient.

Schließlich wird heute so ein schöner Tag.


Vom Rosenzüchtling