Freitag, 7. Dezember 2012

Unverspürt

"Ich will jetzt durchge.... werden."
Gerade kommt Rose aus der Toilette und schon lange habe ich solche Worte nicht mehr von ihr gehört.
"Planänderung. Wir gehen ins Bett."

Der Plan:
Nicht lange kuscheln, wir stehen sofort auf. Das haben wir gemacht.
Wir richten uns - auch geschehen
und laufen mit dem Hund. Und zuvor war sie nochmals auf dem Klo.
Und wenn wir zurück kommen leckst du mich.
Das war ihr Plan.
Aus dem lecken wird nichts.
Und ich... Ich bin kein bisschen bereit.

"Was ist los? Willst du nicht?"
"Werde ich gefragt?"
"Nein. Also?"
"Ich bin nicht bereit. Das geht mir zu schnell."
Welch Ironie. Solche Worte aus meinem Mund.
"Ach ja? Zu Schnell? Der Kleine braucht Zeit?"
Rose nimmt mich in den Arm, gibt mir einen Kuss, packt an meinen Po und zieht mich zu sich heran.
"Was ist denn das? ER ist bereit."
"Lady, ER macht, was du sagst."
"Und du?"
"Ich mache, was du willst. Und wenn ER kann und du willst dann ist doch alles gut."
"Ab ins Bett."

Ich liege noch nicht, da kommt Rose mit Handschuhen und dem Desensibilisierungsspray.
"Leg dich hin."
Sie setzt sich auf mich drauf und legt den Schaft in ihren Spalt.
"Mein" strahlt sie mich an, wichst IHN leicht und zieht IHN an ihre Perle heran.




Rose rutsch vor und strahlt. Sie rutscht zurück und lacht.
Die Vorfreude auf was sie bekommt ist groß.
Die Eier sind voll, der Schaft ist hart und bei mir wird nur gespielt.
'Ob ich kommen darf bevor der Besuch erscheint?'
Wenn sie es so überstürzt, kündigt er sich bereits an.
Rose steigt ab.

Vorausschauend wie die Lady ist deckt sie die Haut um seinen Schaft ab. Nicht dass dort etwas hinkommt was sie übersieht und hinterher selber abbekommt. Das wäre schade ums Gefühl. Sie nimmt das Spray und pumpt.
Nichts. Sie pumpt ein zweites, ein drittes Mal, dann schießt es heraus. Jedoch nicht zerstäubt sondern in dünnem Strahl, der die Eichel trifft, abgelenkt wird und mein Auge knapp verfehlt. Nichts passiert, nur die Wange ist nass. Ich wische es ab und Rose probiert es erneut.
Ein Strahl, ein Strahl, ein Strahl. Sie verteilt es mit der Hand, verreibt es auf SEINEM Kopf, unter SEINEM Rand, am Band und zusätzlich auf der Hälfte vom Schaft.
Sie zieht den Handschuh aus, ich denke 'ob das reicht?'

Rose öffnet ein Kondom, setzt es an und entrollt es... so weit es geht.
Irgend etwas hemmt. Falsch rum entrollt? Ein Fehler, der ihr lange nicht mehr passiert.
Sie macht und prüft, die Seite stimmt: "das klebt".
"Ach was. Mach's selbst" sagt sie, zieht das Kondom ab und geht ins Bad.
"Ich wasch mir die Hände."
Kaum ist sie weg, nehme ich das Spray.





Eins, zwei, drei Spritzer drauf. Das reicht. Aber wie verteile ich das Zeugs. 'Warum verteilen?'. ...Fünf.. Sieben, Acht. Jetzt ist's genug. Bevor sie kommt, rolle ich das Kondom über IHN. Doch ER ist schwach, knickt bereits ein und ES KLEBT!
Abrollen, Drunter fassen, Drüber ziehen. Ich hoffe, das Kondom macht die Strapazen mit.
Rose kommt, das Kondom .. naja, es hält.
"Willst du dir auch die Hände waschen?"
"Unbedingt."

Im Bad ziehe ich alles nochmals zurecht. Richtig hart ist ER nicht, das macht die Aufgabe etwas schwer. ER weicht aus, ist betäubt und schwankt. Gummiweich aber groß. Was das wohl gibt.
Gedanklich bin ich nicht drin. Das Vorspiel fehlt. Und das mir als Mann.
Noch Hände waschen, zurück zu ihr und ich lege mich hin.
Rose steigt auf, nimmt IHN in sich auf und mich beschleicht ein ungutes Gefühl.

Sie geht einmal hoch, sackt zurück und ich merke, dass ich bald komme.
Das Gefühl kommt vom Schaft. Weit unten hat ER Gefühl und das reicht IHM aus. So ausgehungert wie ER ist sind SEINE Sensoren fein eingestellt.
"Was ist?"
Rose hat es bemerkt.
"Gehts?"
"Ich komme gleich."
"Ehrlich? Und nun?"
Ich habe keine Ahnung. Mich überfordert die Situation.

Rose steigt ab, schaut IHN an.
"Naja..."
'Naja' zu der Sauerei.
Das Reservoir ist leer. Aber sein Saft schwimmt an seinem Rand.
Ich bin gekommen und habe nichts bemerkt.
Ich habe sogar die Befürchtung, dass es ein Orgasmus war. Nicht ruiniert, sondern nur nicht gespürt.

Sie steigt wieder auf.
"Wir probieren mal, wie lange es noch geht."
Wenn das ein Orgasmus war und davon gehe ich aus, dann verliert ER gleich Druck und davon hatte ER von Beginn an nicht viel.
Ein paar Mal probiert sie es noch, dann steigt sie ab. Ein Blick aufs Kondom, jetzt sieht sie es auch.
"War aber nicht viel."
Ich denke, die Position von IHM täuscht. Das Reservoir ist aufgebläht, über dem Kopf ist viel Luft. Und in dem Raum schwimmt nun der Saft.

Ein paar Minuten liegt sie neben mir.
"Das Spray ist schlecht. Eigentlich wollte ich die Creme. Mit dem Spray stimmt was nicht. So wie das klebt."
Ich weiß nicht warum. So alt ist das Spray noch nicht. Das haben wir seit, ich überlege, seit Popp mich schlank.

"Leck mich."
Wie gerne ich das tu. Konnte ich ihr gerade schon nicht dienen, so mache ich es jetzt so gut es geht.
Erst an der Perle, lecke ich danach durch die Muschel hindurch, tauche meine Zunge tief ein und sauge wo es nur geht.
Meine Unterlippe an der Perle stoße ich meine Zunge darauf bis ich bemerke, dass die Lady zu zittern beginnt.
'Da kommt was Großes.'
Ich lecke hier, das Zittern hält an, ich lecke da, es lässt nach.
Direkt an der Perle und ihr Körper vibriert. Ich sauge sie ein, drücke meine Zunge darauf und die Rose explodiert.
Sie zappelt, stößt mich weg, presst die Beine zusammen und zieht mich hoch.
Zumindest so habe ich ihr gedient.





"Das Spray kommt weg."
Sie schaut darauf. Haltbar bis 07.2014. Aber wie lang wenn es geöffnet ist?
Ich nehme das Kondom und schaue es an.
"Oh, das war doch viel. Hast du was gefühlt?"
"Nur am Schaft. Sonst nichts."
"Aber ein Orgasmus war es nicht. Der war ruiniert."
"Nein, eher nicht."
"Also habe ich einen Ruinierten ruiniert. Unverspürt."

'Unverspürt!'
Was für ein blödes Wort. Genau wie das dazugehörige Gefühl.

Vom Rosenzüchtling

Ein besonderer Tag

Ich habe viel zu tun.
Durch die Adventszeit habe ich einige der Haushaltspflichten vernachlässigt und mich nur der süßen Bäckerei gewidmet.
Das bedeutet, der Haushalt litt.
Noch zwei Tage bis zum Wochenende, bis dahin will ich wieder in der Spur sein.

Was steht an?
Die Küche braucht eine Grundreinigung, das blose Drüber wischen nach den Backorgien reicht nicht aus.
Das Esszimmer litt auch.
Das Bad sowieso.
Und Gebügelt hatte ich zuletzt vor zwei Wochen. Meine Hemden werden knapp.
Wäscheberge gibt es nicht, das ist das einzige wo es klappt.
Dann mal los, womit fange ich an?

Zuerst mal ein Brot. Es ist keines mehr da aber heute ist genug Zeit.
Ansetzen, Kneten, gehen lassen, in knapp zwei Stunde kommt es ins Rohr.
"Du fährst mich zur Arbeit und kaufst dann ein."
Kein Problem, zwischendurch mal kurz weg ist immer drin. Das teile ich mir ein.
"Was brauchen wir?"
"Mal sehen. Erst mal das Wochenende. Dann eine Woche improvisieren. Die Woche drauf kommt der Große. Hier ist der Speiseplan. Mit Weihnachten und Silvester bis er wieder geht. Bekommst du das hin?"
Ich überfliege ihn kurz. Heilig Abend Ente, Weihnachten Gans. Wild, Raclette, Fondue verteilt auf zwanzig Tage, dennoch ein strammes Programm. Menus mit Dessert und dann braucht's auch noch Brot.
"Das geht", 'können wir los, ich hab noch zu tun.'
"Dann schreibe ich den Einkaufszettel dazu."
'Oh.'

Das Eine brauchen wir frisch. Anderes holen wir gleich, Heilig Abend liegt diese Jahr schlecht.
Rose schreibt. Und schreibt. Und schreibt und schimpft und schimpft und streicht aus. Sortiert um, korrigiert. Der Einkaufszetteln ist bereits nach Läden sortiert.
Sie ist gut organisiert und es wird an alles gedacht. Zahncreme, Deo, Waschmittel und Salz.
"Haben wir noch Essig, was ist mit Öl? Milch, Eier, Mehl ist deins. Da kümmerst du dich drum!"
Ich werde geschickt, stiere im Schrank. Geh in den Keller und schaue im Bad.

Und dazwischen sitze ich rum und surfe im Netz.
Was soll ich tun? Beim Bügeln schaffe ich so nicht mal ein Hemd.
Zum Backen ist die Zeit zu knapp, wobei die erste Stunde ist bereits rum.
Soll ich das Brot formen damit es Fertig geht? Ich warte lieber noch, sonst geht es dort zu lang.

Rose schreibt. Sie ist genervt von der Liste und inzwischen von mir.
Helfen kann ich nicht. Sie fragt mich was noch fehlt, mir fällt nichts ein.
Ich surfe im Netz.
'Soll ich helfen, was kann ich tun?'
Aber die Fragen stelle ich nicht, ich surf im Netz.

Als sie fertig ist räumt sie auf.
Kochbücher, Rezepte "lass liegen, das mache ich."
Ein Augenaufschlag von ihr, sie sagt nichts dazu doch der Blick spricht:
'Bis jetzt hat es dich nicht interessiert, belass es dabei.'

Und auf einmal ist sie weg.
Nikolaustag. Ich weckte sie nicht und vergass die Geschenke für die Kids.
"Soll ich es gleich verteilen?" - "Nein, ich packe es noch ein." So war der Dialog von heute Morgen.
Jetzt ist sie bei den Kids. Das Packmaterial liegt noch rum, sie verteilt es doch so.

Die nächste Stunde ist rum.
Jetzt könnte das Brot in den Ofen.
Mit Bügeln wäre ich durch, warum hatte ich sie nicht einfach gefragt.
So ist die Stimmung im Haus wie die Scheiben am Auto.
Unterkühlt und teilweise gefroren.
Das mache ich heute nicht mehr gut.
Der Tag bringt mir nicht nur verlorene Zeit.

Die Strafe folgte am Abend.
Lächeln sitzt sie neben mir, ich sehe ihr kaum etwas an.
Doch kenne ich meine Lady gut um zu wissen, dass noch etwas kommt.
Ich bereite das Schlafzimmer vor, Kerzen an und Decke zurück.
Wenn etwas geht, dann am ehesten eine Fußmassage.
Rose kommt und meint "du glaubst doch nicht, dass du heute massieren darfst."
Ich war mir sicher, dass ich das nicht darf, aber zumindest probieren muss ich es.

"Leg dich hin und schlaf."
Ich deckte sie noch zu und kuschelte mich an sie.
Kuscheln, so weit sie es zuließ.
Verschlossen lag sie da.
Kuschelentzug.
Die Strafe, die bei mir zieht.

"Überleg dir ob du nochmal so arschig sein willst."
Überlegen brauche ich nicht.
Ich muss aber aufpassen, dass ich es trotzdem nie mehr bin.


Vom Rosenzüchtling