Dienstag, 26. März 2013

Trainiert

"Ich habe hierfür trainiert" gesteht mir Rose.
Hierfür bedeutet, Orgasmen zu haben so viel wie nur geht.
"Ich habe geübt mit dem Wand."
Sie betrügt mich mit dem Wand? Betrügen auf gar keinen Fall.
Ich will was sie mag. Ich will was sie macht. Ich weiß Bescheid, überzeuge sie mit Engelszungen das zu tun. Da kann doch von Betrug keine Rede sein.

Früher war es schwer für Rose einen zweiten Orgasmus zu genießen. Noch weiter weg war es einen Dritten zuzulassen. Darüber hinaus tat alles weh.
"Es krampft sich zusammen, schmerzt. Glaube mir, das ist kein schönes Gefühl."
Worte, an die ich mich heute wieder erinnern kann.
Worte, über die sie heute lacht denn "es kommt darauf an."
Wie wahr.

"Ich habe trainiert. Damit ich die Ersten überstehe.
Ich habe es mir mit dem Wand gesorgt. Acht... " -die Zahl musste ich erst einmal in meinen Kopf bekommen bevor ich das Gesagte verstand- "Acht Mal hintereinander. Ich habe trainiert den Schmerz auszuhalten."
'Halt! Die Schmerzen gehören mir.'
"Und weißt du was? Hinter dem Schmerz geht es weiter."
Rose, das weiß ich schon längst.
"Weist du was nach dem Schmerz kommt?"

Zur Beantwortung formt sich bei mir ein Bild.
Eine Dornenhecke. Verletzend und Schön. Wunderbar anzusehen, stabil und nur mit Schmerzen zu überwinden. Ist der Wille stark genug, den Schmerz zu ertragen kommt man hindurch und erblickt das Dornröschen.
Dieses Bild und ihre Geschichte hatte ich im Kopf.


Ich freue mich, dass auch Rose es nun versteht.
Was nach dem Schmerz kommt bleibt in Erinnerung.

Vom Rosenzüchtling


Montag, 25. März 2013

Versagt

Lebenberatung HerRZ
Ne, den Job bekommen Rose und ich nicht hin.
Das bleibt uns versagt.

Erst fragt Tiger, was soll ich tun...
Das mit den Kerlen haut nicht hin...
Der Eine liest ihr vor.
Der Andere massierte ihre Füße.
Der Nächste bekocht sie gerne.
Und Tiger kann es nicht verstehen. Sind die Männer so?
Eigentlich gefällt es ihr, sie kann aber nicht damit umgehen.
Schon oft hat Rose überlegt, sie zu Minerva zu geleiten.
Doch dort wartet die andere Welt.
Dort wo wir sind. Wo sie uns finden wird.
Und das wollen wir noch nicht.
Nicht durch uns und nicht so früh.
Nicht so lange wir nicht wissen, ob ihr das überhaupt gefällt.
Sie findet keinen Kerl.

Unser Sohn sucht eine Frau.
Er ist ein Macho durch und durch.
Das ist das Bild, dass er von sich gibt.
Ein Bild, das trügt, das verdecken soll, was er wirklich ist.
Das nicht zeigt, was er nicht weiß.
Zu oft zeigt er Ansätze von mir.
Er liebt die Frauen und versteht sich nicht darauf ihnen weh zu tun.
Er ist kein Macho und so lange er sich so gibt findet er nicht
was sein Herz wirklich sucht.
Was sagt man zu seinem Sohn.
Schau, so bin ich, so bist auch du.
Verbirg dich nicht. Öffne dich, zeig Gefühl.
"Hier Sohn lies..." das geht nicht obwohl er es verstehen wird.
Er findet keine Frau.

Rose und ich.
Lebensberatung HerRZ.
Ich habe einen Tipp.





Vom Rosenzüchtling