Dienstag, 5. Mai 2015

Frischer Schmerz

Rose meint "Wasser hilft"
... den Schmerz aktiv zu halten.

Das ist nicht meine Art Schmerz zu konservieren.
Es geht subtiler. Steht mir mehr zu.
Nach all dem was Rose gerade für mich machte war es an mir, mich bei ihr zu bedanken.
Stuhl und Seile, Handschuhe sowie verbrauchtes Grün hatte ich aufgeräumt um mich danach über meine Lady zu beugen, ihr Haar zu streicheln, die Stirn zu küssen, "gute Nacht" zu sagen.

Frischer Schmerz stieg auf.
Ausgedrückt durch IHN. Dick, wulstig, unansehnlich. Mitgenommen von Roses Spiel. Deutlich waren Spuren am Köpfchen zu erkennen, angeschwollen und dessen Rand mit Pocken besetzt. In denen sich noch immer Saft verbirgt, der sonst in den Violen der Nesseln ruht.
Die Wärme treibt es aus. Der harte Kopf, der pralle Schaft.
'Besser als Wasser' denke ich bei mir und überlege es weiter in die Höhe zu treiben.

"Herrin, darf ich euch noch die Füsse massiere?"
Ihre Augen blitzen auf. Sie weiß genau was das bei mir bewirkt. Das Säfte in den Schaft einströmen. Und alleine das mich quälen würde. Selbst ohne das Gift der grünen Pflanzen.
"Gerne. Nimm dir. Verwöhne dich."
Dich hatte sie gesagt. Ich soll mich verwöhnen.
Die Herrin weiß was mich antreibt.

"Was stört dich eigentlich an der Fußcreme" fragt mich Rose während der Massage.
"Dass sie so schnell einzieht."
"Davon merke ich nichts."
Meine Finger flutschen über ihre Füße, quatschen wenn sie zwischen ihren Zehen durchfahren und ich kann es nicht verleugnen. Die  Creme funktioniert, macht was sie soll.
"Herrin" antworte ich grinsend, "das liegt an der Menge.
Den Batzen, den ich aufgetragen habe war größer als das was mein Beutel zu tragen hat."
Die Herrin grinst. Ihr liegt eine Frage auf der Zunge. Die Lippen öffnen sich kurz, doch sie verkneift es sich.
'Was jetzt gerade drinnen ist oder das Normale' formuliere ich ihre Frage in meinem Kopf.
'Aprikosengröße' beantworte ich mich.

Es ist die schmerzhafteste Massage, die ich mir bisher erlaubte. Mehr für IHN denn für der Ladies Füße. Ich fühle den Schmerz und das Ziepen der Bälle. Doch was ich nicht spürte war wie ER ist.

Kurz danach begann ich noch vorzulesen.
Vom Kanguruh als Atheist. Einer Welt in der nur A...löcher leben. Menschen, die Gott als sein Ebenbild schuf.
Interessante Konstellation. Auch das was zwischen meinen Beinen geschah. Ich spürte das Hängen des Beutels, das Gewicht meiner Bälle. Ein Ziehen, ein Pochen und das Pulsen des Blutes.
Aber was ich nicht spürte war mein Stück. Der Schaft und der Kopf, nichts war mehr da.

Ein Griff nach unten. 'WOW! Der ist taub.' Von der Wurzel an aufwärts des Gefühles beraubt. Kein Ziehen, kein Schmerzen doch immer noch hart. Unfühlbar von innen.
Abgestellt.

"Ich wünsche dir eine Gute Nacht" flüstert mir Rose zu.
Das Licht ist aus.
"Die werde ich haben" und hatte ich auch.
Mein Schlafshirt glänzte - silberne Flecken.

Am Morgen im Bad.
SEIN Kopf glänzt matt. Und ist schrumplig. Und doch scheint die Haut unter Spannung zu sein.
'Nachher noch Wasser? Um ihn aufzufrischen!'
Nicht mein Stück. Ich meine den Schmerz.

Sofort ist er da. Ist ER da. Zusammen mit IHM erwacht auch der Schmerz, SIE richten sich auf und festigen SICH. Ich muss kurz stöhnen, dann nutze ich die Lage. Wenn ER so steht ist ER leicht zu rasieren.
Danach spüle ich IHN ab.
Frischer Schmerz noch mehr Härte.
Zusätzlicher Schmerz, mein Tag fängt gut an.

"Wie geht es dir" fragt sie mich beim Kuscheln.
"Danke. Sehr gut.
Herrin, was du auch machst
du tust mir so gut."

Vom Rosenzüchtling

Tickle

Rose ist gut drauf.
"Kitzel man" trägt sie mir auf, unseren Sohnes an den Füßen zu traktieren.
Der fletzt faul auf dem Sofa herum, macht sich breit, streckt die Füße in meine Richtung.
Ich kitzele, das Kid hält still.
Ich kitzele stärker, kaum Reaktion.
Meine Finger greifen in die Sohle, packen kräftig zu.
Das Kid brummt. Ein Kitzeln ist das nicht.

"Lass mal mich" beugt sich Rose rüber.
Damit sie den Sohn erreicht beuge ich mich zurück und schon fährt ihr Finger zwischen Arm und Brust an meine Achsel, bohrt sich weiter...
Ein Kampf beginnt.
Sobald ich begreife was sie wirklich will presse ich meine Arme fest an die Seite. Die eine Schulter geht vor, die andere zurück um sie zu schützen, mich zu winden, ihren Fingern zu entziehen.
Keine halbe Sekunde später bohrt sich die andere Hand, andere Finger vor zur anderen Achsel. Die Schulter dreht sich, zurück, vor nein zurück, hin und her.
Je mehr ich mich winde, um so wilder wird Rose. Es bedarf keiner Versuche sie abzuwehren. Alleine, dass ich sie nicht einfach lasse, ihr keinen Zugang zu meinen Achseln gewähre stachelt sie an -ärgert sie.
Ihr Drängen wird hart.
Ein, maximal zwei Zentimeter spreize ich meine Ellenbogen von meinen Seiten, nur Platz für ein Finger, kein Platz für mehr. Aber es reicht.
Ihr mehr als mir.

Sie kitzelt mich, ich kann nicht mehr.
Kann mich nicht mehr beherrschen, muss lachen.
Muss mich zwingen, die Achseln offen zu halten.
Muss mich zwingen ruhig liegen zu bleiben. -Einiger Maßen.
Meinen Oberkörper winden NEIN - ruhig zu halten.
Mich ihr zu entziehen Ja Nicht! - sitzen zu bleiben.
... über mich ergehen zu lassen MEHR - meinen Körper hinzuhalten.

Ich strample und zappele und lache laut aus.
Die Kids schauen verdutzt. So kenne sie mich nicht.
Was soll ich machen? Kann - darf mich nicht meiner Lady erwehren.
Ich gehöre ihr, habe zu folgen.

"Was ist" fragt sie kurz danach.
Glückselig sitze ich da.
... und grinse.
Und grinse.

Es ist noch keine Stunde her, da hatte ich ein Bild entdeckt.
Ich hatte es im Kopf die ganze Zeit,
hatte daran gedacht, mich daran erfreut.
So komisch es klingt, das Bild gab mir die Kraft,
mich hinzuhalten, mich nicht zu erwehren.

Verzurrt, gefesselt und dann durchgekitzelt.
Es war nicht leicht.
... hat Spaß gemacht.


Vom Rosenzüchtling