Sonntag, 1. November 2015

In der Enge

Nichts geht doch über Kleidung die passt.
Die den Körper betont.
Die Konturen kaschiert. Oder zeigt. Je nachdem wie vom jeweiligen Träger gewünscht.

Wie meine Jeans. Sie zeigt Hintern. Nichts geschönt, nichts verborgen. Eng liegt sie an.
Und hält alles an der Stelle, die ich bestimme.
Heute morgen hatte ER sich falsch entschieden. Anstelle vorne zu liegen oder in ein Hosenbein zu kriechen entschied ER sich hinter dem Schritt zu bleiben, gedrängt an mein Bein.
Ein schönes Gefühl. Ein pralles Gefühl und eine Beule, die hinten entsteht.
'sub könnte doch...' ziehe ich mir die Jeans teils nach unten.
Ich greife nach hinten, umfasse die Bälle, ziehe am Beutel und will meine Hose wieder schließen.
Gar nicht so einfach. Die Hose ist eng, hält meine Bälle genau dort fixiert wo meine Hand sie hält. Leider wird auch diese dort von der Jeans umschlungen. Ich bekomme sie nicht heraus. Kaum lasse ich am Bund etwas nach zerrt ER alles wieder heraus. Fünf Versuche... Dann klemmt der Beutel zwischen den Bäckchen und die Bälle werden von der Jeans auf mein hinteres "Dekolletee" gepresst.
Es hält.
Noch ein prüfender Blick in den Spiegel.
Vorne ist weg. Nicht die kleinste Beule ist dort zu erkennen.
Ganz anders hinten.
Zwei komische Hubbel spannen dort den Stoff, wobei einer der Beiden verräterisch zuckt.

Jetzt geht es raus. Laufen mit dem Hund.
'Ähhh, woran ich nicht dachte...' ein paar Minuten werden wir fahren.
Langsam öffne ich die Türe, lasse mir Zeit zum Überlegen wie ich mich setzte, wie es wohl wird.
Der Sitz ist weich genug, damit harte Stellen einsinken können. Bequem genug um nicht hart zu sitzen. Und als wir kurz danach am Zielort sind hat die Jeans noch immer nirgends nachgegeben.
Wir laufen, wir fahren, wir kommen Heim. Dort führt mein erster Weg mich auf die Toilette. Wieder alles ausgerichtet, hingezuppelt, festgezurrt und dann geht es an die Hausarbeit. Heute gibt es Tafelspitz. Dazwischen will ich auch noch Gelee aus Quitten fertig machen.

Essenszeit.
Ich rufe die Familie, zuppel ein letztes Mal alles zurecht und serviere kurz danach die Speisen. Beim Setzen überlege ich was wohl kommt. 'Wie liegen die Bälle? Belaste ich sie voll oder finden sie Unterschlupf?'
"Schau nicht so" interpretiert Rose mein Gesicht, "es sieht lecker aus und riecht soooo gut."
"Danke" sage ich, mein Gesicht gespielt zur Maske verkrampfend. Schnell richte ich mich nochmals auf um von hinten vom Tisch das Gemüse zu nehmen. Genau die Bewegung hatte gereicht alles in Ordnung zu bekommen. Jetzt sitze ich zwar auf ihnen aber aushaltbar. Das scharfe Stechen bleibt aus.
So sitze ich denn inmitten meiner Lieben, genieße das Essen und genieße den Druck.
Erst gegen Ende fällt mir auf, dass ich längst nichts mehr spüre. Irgendwie sind die Dinger Magic. Sie machen sich schlank, entgehen dem Druck und finden immer einen Weg heraus.

Nach dem Abwasch ist es Zeit einen weitere Runde mir dem Hund zu drehen.
Während Rose das Zimmer des Middlekid auf 'Nur-noch-GastStatus' bringt richte ich mich zum Gehen.
Den Bund der Hose rolle ich nach unten. An den Beinen ist die Hose so eng, dass sie bleibt. Dann fasse ich um mich herum, umfasse die Bälle, ziehe sie lang, lege sie eng an den Schaft und richte alles so weit es geht nach hinten, halte es umschlungen und rolle die Hose wieder hinauf.
'OH' passt genial. Ich glaube so gut war es mir bisher noch nicht gelungen, mein Stück und die Bälle nach hinten zu zwängen. Selbst als ich mich bücke um die Schuhe zu schnüren bleibt alles dort wo ich es will.
Noch den Gurt und die Leine an den Hund - die Hose hält.

Dann die ersten richtigen Schritt aus dem Haus.
What to f... was ist das? Der rechter Ball schubbert mächtig auf Widerstand. Bei jedem Schritt links schiebt mein Schenkel ihn zurück und bei jedem Schritt recht presst ihn die enge Hose mit. Zehn Schritte später wird es stärker. ER wir erregt. Nicht berührt aber das Gefühl von dem Ball lässt IHN wachsen. ER drückt nach hinten. SEIN Köpfchen stemmt sich gegen den Stoff, versucht vehement den Schritt der Jeans zu überwinden und nach vorne zu drängen. Keine Chance. Und die Reibung rechts steigt.
'Wenn ich weiter so gehe kommt etwas raus, das meiner Lady nicht gefällt.'
Noch immer eile ich weiter. Jeder Schritt erregt.
Soll ich es wirklich darauf anlegen? Ich meine ER bekommt nichts. Was wird es dann werden?
Vielleicht Ruiniert? Nein, sicher nicht. Wenn etwas kommt dann mit aller Konsequenz.
Auch der meiner Herrin.

Der Hund muss. Wir bleiben stehen. Ein Trippeln von mir auf der Stelle - und der Druck ist weg. Der Ball hat sich -Magic- schlank gemacht.
SCHADE.
Äh nein. So ist es gut.
So brauche ich mir keine Gedanken machen wie weit ER kommt.
Ich brauche nicht überlegen ob ich das will. Denn: Ich will es nicht!
Vor genau drei Tagen hatte mir meine Lady unmissverständlich mitgeteilt, ER ist IHR!
"Finger weh!"
Ich kann -in ihrer Abwesenheit- mit den Anhängseln spielen, soweit ER nicht darauf reagiert.
Aber ich habe IMMER! auch im Dunkeln erst recht Nachts sowie ALLEINE! IHN alleine zu belassen.
"Finger weh! Verstanden!"

Sie hat ja recht.
Ich könnte so oft ich wollte an mir spielen. Zu einem Käfig verhilft das nicht.
Sie will, dass ich gehorche. Ohne Befehl, zu jeder Zeit.
Wenn das nicht hilft, was bitte soll daran ein Käfig ändern?

Aber eines weiß ich:
Die Jeans ist gut.
Gerade jetzt da ich am Rechner sitze und schreibe hält sie alles unter Kontrolle.
Wo ich es will.


Vom Rosenzüchtling

Freitag, 30. Oktober 2015

Nur

"Kann ich euch noch was Gutes tun" frage ich meine Lady am Abend.
"Nur noch vorlesen."
"Gerne."

Nur noch vorlesen.
Das hört sich wenig an.
Mir bereitet es aber Freude meine Lady in den Schlaf zu begleiten, sie mit meiner Stimme in das Reich der Träume zu tragen. Es reicht mir aus.
Nur...
Ein viel zu starkes Wort.

Nur vorgelesen.
Ich bin fertig und schließe das Buch.
Ich lege es weg und lösche das Licht.
Ich liege noch immer wie zuvor beim Lesen.
Auf den Rücken, angezogenen Füßen, leicht gespreizten Beinen.
Nach fünf Sekunden alleine im Dunkeln legt sich ein Schatten über mich.
Ich öffne die Augen. Noch immer Dunkel. Kein zusätzlicher Schatten. Dafür fehlte ein Licht.
Ich atme tief ein. Lange atme ich aus, versuche möglichst viel alte Luft aus den Lungen zu bringen.

Nur
Allein.
Alleine? Bei dem Gedanken wird es heller. Der Schatten des Grübelns und Unbehagen wird verdrängt vom Licht der Erkenntnis. Sie beginnt zu glimmen.
Ich liege auf dem Rücken - so wie sonst nie.
Meine Schenkel sind gespreizt. Jedes Bein ist allein.
Zu allem Überfluss hatte ich heute gebadet.
Alleine in der Wanne. Zuletzt? Vor sechs Jahren.

"Darf ich mich noch an euch kuscheln" frage ich Rose.
Warum überhaupt fragen? Sonst drehe ich mich um und dotze einfach mit dem Po bei ihr an.
"Hm, ein Wenig."
Während ich mich frage was 'ein Wenig' bedeutet dreht sie sich auf die andere Seite.
"Aber nicht so doll. Ich bin schon am schlafen."
... so wenig es geht lehne ich mich bei ihr an.

Meine Hand liegt auf ihrer Schulter, mein Kopf berührt ihren Rücken.
Ich fühle dabei - Einsamkeit.

Ich brauche Wärme.
So wie an den Füßen  da liegt eine kleine Heizung. Ich ziehe sie herauf.
Der Hund will schlafen. Aber es stört ihn nicht anstelle zu meinen Füßen bei mir zu liegen. Sein festes Haar, diese drahtigen Borsten isolieren so gut und wärmen nun mich.
Es dauert nicht lange, dann schlafe ich ein.


Vom Rosenzüchtling