Montag, 3. September 2012

Appetit

Man will ja nicht der Letzte sein. Deshalb gehen Rose und ich immer dann, wenn es Zeit ist und nicht wenn der Gastgeber uns nach draußen komplimentiert. So gingen wir früh.
Früh morgens um Zwei.

Mittags Essen gehen? Ich hatte nicht reserviert.
Erst am Abend? Dann muss ich früh raus. Die Rose braucht ein Frühstück für den Start in den Tag.
Viel später als sonst stand ich auf. Es war bereits Neun, normal serviere ich jetzt das Frühstück ins Bett. Duschen? Rasieren? Nee, heute nicht. Erst das Frühstück und vielleicht danach.
Und im Bad erinnerte ich mich.
Soll sie wirklich etwas unrasiertes und ungepflegtes sehen?
Nein, das hat Rose nicht verdient.
In neuer Rekordzeit machte ich mich frisch. Eine knappe Stunde brauchte ich, jede Bewegung musste sitzen, bloß nichts zu schnell. Nicht zu schnell hoch, nicht zu schnell gedreht. Das Drehen war nicht das Problem, sondern dem Körper zu sagen, dass ich längst wieder stehe.
Fertig. Noch schnell zu Rose und gefragt was sie mag. Frühstück ins Bett oder draußen im Freien.

Doch Rose lag da. Die Beine gespreizt, die Decke auf der Seite.
"Ich habe Appetit."
"Rose, ich auch."
Schnell war ich bei ihr und tauchte meine Zunge ein.
Nur ein einziges Mal fuhr ich hindurch und schon waren ihre Finger auf meinem Kopf. Beide Hände pressten mich in die Muschel hinein, etwas hoch und auf die Perle drauf.
Wer von uns beiden hat den größeren Appetit.
Ich saugte und aß, wurde aber dennoch nicht satt.
Rose dirigierte mich nach hier, lehnte sich zurück und genoss, schob meinen Kopf nach da und entspannte erneut.

Meinte ich zu Beginn, ich habe leichtes Spiel und das dauert nicht lang so machte die Herrin es mir schwer. Auf einmal zog sie es hinaus, kühlte etwas ab und legte von innen erneut los. Wollen wollte sie die ganze Zeit. Das war deutlich zu spüren. Doch als ich meinte jetzt habe ich sie begann zu chillen. Meine Rose war angespannt aber entspannte sich zugleich.

Ihre Beine legten sich auf meinen Rücken, ihre Schenkel pressten mich in ihren Schoss. Ihre Perle bot sich meinen Lippen an, wurde dick und schwoll noch weiter in meinem Mund. Ich saugte so fest es nur ging. So hart, dass ich es selber am meinem Gaumen spürte, aber noch nicht hart genug, für das was die Lady wollte.
Ich schaute auf und blickte über ihren Hügel hinweg direkt in ihr Gesicht.

'Mehr! Weiter! So ist es gut!'
Ihre Augen schrien mich förmlich an. Mein Gaumen begann zu schmerzen, doch ihre Augen fragten mich 'Ist das alles was du kannst?'
Die Herrin hatte mächtigen Appetit.

Ich setzte ab, leckte durch die Spalte hindurch und schlabberte an der Perle wie ein Kätzchen seine Milch. Rose packte meinen Kopf, hielt ihn still und bewegte ihre Hüfte.
Fühlte es sich am Anfang noch so an, als fickte sie imaginär so wurde mir schlagartig bewusst.
'Meine Herrin fickt mich eigentlich in den Mund.'

Immer schneller schwang sie mir ihr Becken entgegen immer heftiger drückte sie mir ihre Perle in den Mund. Ich bewegte meine Zunge gerade noch auf und ab, schlabberte vorwärts und zurück auf der Perle entlang.
Ihre Augen waren zu. Ihre Kopf lag in den Kissen und ihre Arme verbargen viel vor meiner Sicht.
Aber ich bekam es zu spüren mit ihren Schenkeln an meinem Kopf. Ich bemerkte das Verkrampfen ihrer Finger und ich hörte an ihrem Atem, dass sie kam.

Von tief unten brodelte der Orgasmus aus ihr heraus.
Von weit unten erinnerte sie an einen erloschenen Vulkan.
'Meine Herrin erwacht.'

Tag für Tag stelle ich an ihr fest, wie sehr sie für sich genießt.
Wie sie sich Sachen nimmt, die sie früher nicht einmal haben wollte.
Das Rose für sich selber probiert, wie weit es bei ihr geht, wie weit sie kommt und Spaß daran hat.

Mir gefällt's.

Kurz danach liege ich in ihrem Arm.
"Die Zahncreme ist schuld."
"Wie meinst du das?"
Von meiner Seite war keine Zahncreme im Spiel. Oder doch?
"Als du kamst war ich ganz kurz davor. Da habe ich nicht mehr viel gebraucht. Aber als deine Zahnpasta an meine Perle kam hat das deutlich heruntergekühlt."
Das war es, warum Rose alles noch in die Länge zog.

Aber Zähne putzen gehört eben dazu.

Vom Rosenzüchtling

Zwanzig + 10

Ich habe kein Ahnung mehr, wie ich überhaupt zu den Ersten kam.
Aber meist reicht ein dummer Spruch und Rose gibt mir >on the top<.

Wir waren eingeladen auf einer großen Feier, zwei Runde Geburtstage an einem Tag.
Desscode: Nein.
Wie so oft halten wir uns nicht daran und ziehen uns an, wonach wir uns fühlen. Rose ihr bezauberndes Kleid und ich als ihr Gentleman am heutigen Tag.
Wat mut dat mut. Overdressed? Auf keinen Fall.
Als wir zum Sektempfang einliefen hatten wir unseren Spaß.
"Früher war ich mir unsicher. Da wäre ich jetzt umgedreht. Aber dank dir RZ habe ich heute meinen Spaß."
Zumindest stachen wir aus der Menge heraus.
"Du hast IHN aber eingepackt. DER steht hier heute nicht rum."
Auch das. Korrektes Outfit und keiner von uns beiden fällt weiter auf.

Und ein paar Minuten später war es dann so weit.
Gerade hatte Roses Schwester gemeint ich bekomme jetzt die Peitsche. Sofort schauten Rose und ich uns an.
"Ja weißt du, so wie in dem Buch."
'Oh, da hat jemand die Schatten des Grauens gelesen.'
Realsatiere, die jedem Vanilla Schauer zwischen die Schenkel jagen. Wir lesen's nicht.
"Ja, da hinten hängt eine. Die bekommt jetzt dein Mann."
Mein lüsterner Blick fällt auf den Stall.
Da sie meinen Gesichtsausdruck nicht deuten kann legt sie nach.
"Damit kannst du sie ein bisschen hauen."
Noch ein paar Sätze drauf und meine Schwägerin zieht ab.

"Mein Lieber, das gibt Zehn."
"Kann ich noch handeln?"
Rose blickt mich verständnislos an. Wenn sie es sagt, dann ist das fix. Gehandelt wird nie.
"Gehen auch zwanzig?" frage ich lächeln nach.
Ich war mir so sicher, sie geht auf den Handel nicht ein.
"Zwanzig plus Zehn."
Und sofort war ich bedient.
Meine Zwanzig waren ein Joke.

Und was habe ich nun? Rose kann rechnen. Sie hat aber nicht Dreizig gesagt. Es sind Zwanzig + 10.
Die Zehn on the top.

Ich weiß nicht was das heißt.


Vom Rosenzüchtling.