Meeting. Beginn: 15 Uhr
Ich war entsetzt als ich das Mail bekam. Muss das wirklich sein, direkt vor dem Feiertag noch diese! Besprechung zu machen? Eine Open-End Veranstaltung. Drei Stunden sind bei diesen Durchsprachen keine Seltenheit. Ich will heim. Auf keinen Fall meinen Abend hier verbringen.
Doch ganz so schlimm sollte es nicht kommen. Während meines Urlaubs wurden bereits viele Dinge geklärt. Man brachte mich auf den aktuellen Stand, klärte ein paar Kleinigkeiten und vertagte den Hirnknacker auf die Zeit, wenn das Projekt läuft. Wichtig ist, es rollt an. Probleme die erst in zehn Wochen eine Lösung brauchen vertagen wir.
Jeder will heim.
Noch Neun Minuten bis zum Bus.
Für den Weg brauche ich Sieben. Rechner runter, Papiere zusammen - die ersten Zwei Minuten sind rum. Dann beeile ich mich. Zu Oft kam der Bus schon zu früh. Schön, wenn man aus 100 Metern sieht. Der Bus fährt. Zwei Minuten zu früh!
Aber heute nicht. Ich darf noch dreizehn Minuten warten bis er endlich kommt. Und weitere drei, bis er endlich weiter fährt.
Alles egal. Ich sitze, ich will heim.
Daheim...
Die Hektik strömt mir beim Öffnen der Türe spürbar entgegen. Kommandoton und umherirrende Kids. 'Zurück ins Büro?' Fluchtinstinkt.
"Ah gut" ein Begrüßungskuss, ein kurzes Hallo, "Kannst du die Chilis schneiden? Machst du doch gerne!"
"Ja klar."
Dazu gehört aber auch, dass ich endlich aus meinem Höschen komme. Vor allem um den Chili-Saft besser verteilen zu können.
"Kannst du den Stuhl aus dem Schlafzimmer holen."
"Klar", eh mein Weg.
Minuten später stehe ich am Küchenfenster, schneide die erste Chili und entdecke:
'Der erst Gast? Schon jetzt!' Ein Blick auf die Uhr. Es ist Fünf. Vier Minuten nach. 'Pünktlich, die Nichte' und entdecke weiter hinten einen Neffen mit Kinder im Schlepp. Na gut, es geht los. Bin bereit.
Doch das was zehn Minuten später los ist überfordert mich von Anbeginn.
Die Bagage ist da und Teile davon scharren bereits mit Besteck.
Schnell entscheiden Rose und ich, das Essen portioniert selber auszugeben, anstatt wie sonst alles was da ist der Selbstbedienung zu überlassen. Schnell ist im Unverstand vom einen alles weg. Doch die Mischung ist wichtig. Die macht, dass es schmeckt.
"Können wir tauschen" frage ich Rose, "ich brutzele und du richtest an?"
"Wenn du magst."
Das war keine Frage des Mögens. Wenn ich das heute machen, dann platze ich. Bissigste Kommentare, die nur Rose versteht. Sie wird sich ärgern, wir werden streiten...
"Mach du das bitte. Ich kann das nicht."
Gut zwei Stunden später sind die Meisten angefüttert, ein paar Nachzügler kommen, andere gehen bereits Heim.
Es kehrt Ruhe ein. Ich nutze sie um aufzuräumen, runter zu kommen und Abstand zu gewinnen.
Das braucht Zeit.
Weit nach Zehn Uhr finde ich endlich zur Ruhe mich zu setzen. Die Schuhe aus. Noch immer die vom Büro, von heute Morgen an. Die wenigen Gäste sind mir recht. Und als die Stunden später gehen hält mich Rose im Arm.
Gerade stiert der Jüngste im Netz. Er sucht Lieder, die er seiner Mutter vorspielt. Jetzt hat er ihren Lieblingssänger entdeckt. Beide schließen wir die Augen, wiegen uns sanft im Takt. Unsere Hände fühlen die Körper. Gleiten über die Körper und durch des anderen Haar.
"Das gefällt dir."
"Ja Lady" flüstere ich ihn ihr Ohr, 'genau das brauche ich.'
"Ihm gefällt es auch."
Roses Hand streichelt auf meinem Schenkel entlang. Sie spürt SEINE Härte, bemerkt das Zelt, berührt ihn gedoch nicht.
"Oh, wenn ich jetzt könnt."
'Konserviere IHN' geht es durch meinen Kopf, 'nimm die Creme.'
Ohne hinzufassen wusste ich, was dort unten erstand. Genau diesen Zustand gönne ich ihr. Damit hat sie Freude. Und mit der Creme anhaltend lang.
Doch ich kann sie nicht fordern. Ich muss warten, bis Rose es will.
Die letzten Gäste gehen. Die Kids richten sich ein für die Nacht. Sie werden aufbleiben während wir Eltern die Ruhe in Anspruch nehmen.
Schnell räume ich die letzten Gläser ab und fühle dabei riesigen Schmerz aus meiner Mitte aufsteigen. Der kommt von IHM. ER eben nicht.
Die Bälle gefüllt hängen sie tief im Beutel, ziehen ihn weit nach unten und ER muss kämpfen und sich strecken, um sie nach oben zu ziehen.
Der Schmerz, der in SEINEM Innersten schwillt ist schlimm, heftig und quälend wunderbar schön.
"Komm. Wir gehen ins Bett. Du bist müde. Schläfst fast im Stehen ein."
Wie recht sie hat.
Halb in schläfrige Gedanken gehüllt sinniere ich über SEINEN Schmerz und wie die Creme ihn betäuben mag. Um wieder erwacht aus SEINEM Schlaf nach dem betrogenen Vergnügen zu verlangen. Dabei nichts zu spüren, nur zu sehen was meine Lady auf IHM so treibt.
'Ach Lady, ich wünschte mir so, du könntest meine Sehnsucht verstehen.'
Wenige Augenblicke später liegen wir im Bett. Rose ertastet ihr Stück. Ein kurzer Griff. Der reicht ihr aus um zu erfassen, welch gewaltiges Vergnügen hier für sie steht. Rose schiebt sich auf mich. Ihre Brust auf der meinen liegend schaukelt ihre Becken vor und zurück. Küsse bedecken mein Gesicht. Ihre Hände sind an meinen Schultern, Nägel graben sich in meine Seite und ratschen ihre roten Spuren auf den Backen entlang.
Ihre Muschel reibt sich an meinem Schaft.
"Brauchst du Licht" fragt Rose mich sanft.
"Ja Herrin."
Ich will sehen, wie sie mich nimmt. Ihr Gesicht, wenn sie mich quält. Ihr Strahlen, wenn sie sich bedient. Darin steckt meine Befriedigung.
Sie macht Licht, rutscht etwas hinauf um nun mehr von der Muschel gegen mein Stück zu reiben. Mir gelingt es, Rose zu umfassen. Einen Zeigefinger am Damm, den anderen an der Perle spiele ich mit der Muschel. Ich dringe ein, ziehe die Finger zurück, reibe am Rand, dringe ein, raus, rein und kreise und streiche am Rand.
Rose keucht. Stöhnend richtet sie sich auf.
"Wahnsinn. Diese Härte!"
"Herrin, ich habe einen Wunsch' traue ich mich endlich mich ihr zu öffnen.
"Nimm die Creme. Benutze IHN. So lange und hart wie du willst. Herrin, ich bin dein."
"Ja, du hast recht. Die Creme wäre hier genau das Richtige."
Sie gibt mir einen Kuss.
"Aber es geht nicht."
Wieder küsst sie mich.
"Wir müssen das erst durchziehen. Du weißt doch. Das muss alles raus. Später, mein Zögling. Später. Zieh dir was an."
Rose schwingt sich ab. Der Weg für mich ist frei, ein Kondom zu holen und überzurollen um mich wieder auf mein Bett zu legen und meine Herrin zu erwarten.
Die zögert nicht.
Sofort ist sie über mir, setzt IHN an und lässt sich langsam auf IHM hinab. Ihr Körper strafft sich durch. Ihr Hals ist gestreckt, der Rücken gespannt. Dann beugt sich Rose nach vorn, stoppt direkt vor meinem Gesicht und beginnt ihre Hüfte zu heben.
"Was für ein Teil. Du hattest recht."
Während sie spricht, keucht und dabei stöhnt gleitet sie weiter auf Schaft entlang.
"DEN mit der Creme."
Sie stöhnt und küsst meine Stirn.
"Aber du siehts ja ein, das geht jetzt noch nicht."
Dabei ratschen ihre Nägel über meine Brust. Rose stöhnt aus, kommt und richtet sich auf. Nach kurzer Pause setzt sie sich senkrecht auf. Ihre Hand packt meine Linke um sie sich auf den Bauch zu legen.
"Spürst du das! Was meisnt du erst, wie das wird wenn ich weiter trainiere."
Und wieder beginnt sich ihr Becken auf meinen Schaft zu senken.
Kräftigungsübungen. Muskelaufbau.
Meine Lady ist dabei ihren Körper zu ändern. Ihn zu Formen, zu straffen. Zudem Muskeln für neue Positionen und Ausdauer zu schaffen.
Was sie bisher erreicht hat kann ich inzwischen spüren.
Es gefällt. Ihr. Mir sowieso.
Langsam steht bei Rose der nächste Höhepunkt an. Ihr Becken kreist um den festen Schaft.
"Du kannst kommen sobald du willst" hatte sie mir zu beginn in mein Ohr geflüstert.
Im Moment bin ich weit davon entfernt.
Mir gefällt es meine Lady zu beobachten, mich nicht um mich zu kümmern sondern ihren Körper zu berühren, die Spannung zu fühlen, über ihre Brust und Seite zu streichen. Zu sehen, wie sie sich hebt und senkt, nach hinten lehnt. die Augen schließt, genießt, schwitz, strahlt. Wie Rose sich nach vorne beugt, gebieterisch über mir grinst.
Ihr fehlen noch wenige Bewegungen und sie kommt. Da springt es mich an.
'Warum?'
Bis zu dem Moment hatte ich von IHM kaum etws gespürt. Ein schönes Gefühl, wenn sie um IHN reibt. Sonst nichts.
Doch nun kribbelt es in den Zehen, spurtet mit kurzem Ziehen im Schenkel in den Schaft und drängt heraus.
Ich stöhne los.
Rose auch.
Ein Höhepunkt.
Zusammen mit ihr.
Sie eins, ich zwei.
Was für mich deutlich mehr zählt ist Minus eins.
Der Höhepunkt ist weg.
Wir nähern uns unserem Ziel.
Bald entleert komme ich meinem Wunsch nach der Creme wieder näher.
Rose verharrt noch eine Weile auf dem Schaft.
So lang wie ER steht, bleibt sie darauf.
Dachte sie. Denn ER bleibt hart.
Selbst nach SEINER Reinigung und Minuten danach bekam ich noch immer SEINEN Quälenden Druck zu verspüren.
Die ganze Nacht.
ER scheint bereit für die nächste Runde zu sein.
Wann die nun folgt?
So wie es schmerzt hoffe ich:
Nicht so bald.
Vom Rosenzüchtling
Freitag, 2. Mai 2014
Mittwoch, 30. April 2014
Belohnung
"Also heute brauche ich eine Massage."
Rose reibt sich dabei das Genick.
"Gerne Lady" aber später.
Im Moment habe ich noch so viele vor wir und dazu brauche ich Zeit. Morgen ist der Letzte im April. Der Tag vor dem ersten Mai. Der Tag, an dem der Wiener Geburtstag hat.
"Willst du feiern" hatte ihn Rose gefragt.
"Hho" brach er Euphorie hinaus.
"Dann musst du die Gäste einladen."
Es geht um seine Verwandtschaft.
"Was wollen wir zu essen machen?"
"Grillen?" "Soll regnen" "Weiß nich..."
'Think Big' ist bei so etwas seine Devise. Da muss es schon etwas Ausgefallenens sein. Ob er es dann zubereitet ist fraglich. Sein Geburtstag. Das reicht für ihn. Hat er doch elterliches Personal.
"Was hältst du davon?"
Rose zeigt ihm ein Rezept. Für 20 Personen.
"Sollen wir das machen?"
"Jo. Is OK."
Gut, somit ist klar: Volles Programm für Rose und mich. Das braucht alles Vorbereitung. Wir schaffen das.
Während Rose am Dienstag Mittag bereits das Fleisch vorbereitet macht sie nebenher noch den Teig. Wir brauchen Achtzig Brötchen, die doppelte Portion. Die werden gedämpft. Im Dämpfeinsatz. Fünf Stück bekomme ich auf einmal hinein, zwölf Minuten brauchen sie dann. Das bedeutet, ich habe sechzehn Mal das Teil zu füllen und dann sechzehn Mal zwölf Minuten zu warten. Anders gesagt, bei fünf Durchgängen je Stunde wird es spät.
Es ist weit nach Sechs als der erste Durchlauf dämpft. Dann lange warten, routiniert die nächsten Fünf vorbereiten, herausnehmen, einsetzen und weitere zehn Minuten warten.
Um die Zeit zu nutzen bereite ich Vesper für morgen, backe 'nen Kuchen und räume ein wenig die Küche auf.
Es ist nach Acht als die Hälfte der Brötchen fertig ist.
'Wenn das keine Belohnung...' denke ich bei mir als Rose fragt:
"Soll ich dich ablösen?"
"Nein", warum sie?
Ich habe genau so viel mit dem Geburtstag zu tun wie sie. Eigentlich sollte unser klein Wien etwas Interesse daran zeigen, tut's aber nicht. Ich mache es nicht wegen ihm. Sondern meiner Rose zuliebe. Dem Gutmensch in ihr. Mit keinem Streit. Mit jedem Recht. Kostet oft Kraft.
Ich helfe.
Bald Elf.
Die Küche glänzt. Alles aufgeräumt. Völlig geschafft setzte ich mich neben meine Lady. Auf ein Mal läuft es mir kalt den Rücken hinab. Und heiß. Es kribbelt in mir. Roses Hand streicht sanft über meine Schulter. Sie löst das aus. Die Berührung ist der Grund für das wohlige Gefühl.
Belohnung? Das noch nicht.
Tut zwar gut. Doch ich will mehr.
Deutlich mehr.
Rose verlässt kurz den Raum.
Die Zeit nutze ich, das Schlafzimmer vorzubereiten.
Es ist warm. Deckbett weg, Badetuch drauf. Kerzen an.
Bevor die Lady mich vermisst bin ich zurück.
"Wir gehen dann ins Bett" sagt sie gleich drauf.
"Ja Lady" antworte ich, voller Vorfreude auf meine Belohnung.
Belohnung! Belohnung! Nein, in meinem Denken hat nichts anderes mehr Platz.
Belohnung! Dafür habe ich mich heute abgemüht.
"Ich finde es Klasse, dass ihr noch wartet" freut sich unser Großer.
'Warten? Spinnt der? Überhaupt, worauf?'
"Gerne" antwortet Rose mit kurzem Blick auf die Uhr, "ist ja gleich so weit."
"Was?" Mein Kopf fährt herum.
Warten? Worauf? Was ist bald? Neun bis Zwölf. 'Bis er Geburtstag hat!'
Und dann? Ein Sekt? Mag keinen mehr. Vor allem hat er mich heute um meine Belohnung gebracht. 'Musst warten, bis zum nächsten Tag.'
"Gratuliere mein Sohn. Gute Nacht.
"Auch von mir" drücke ich ihn, "ich muss jetzt ins Bett."
"Ich weiß. Du musst morgens früh raus."
Deswegen muss ich nicht. Ich gehe weil die Lady es macht.
Und die sagt direkt vor der Tür:
"Es ist wieder so spät mein Liebster. Ich weiß du bist müde. Ich habe es dir zwar...."
Wie so oft schiebt sie das auf die lange Bank. Deshalb bin ich froh über die Fakten, die sie nun entdeckt.
"Willst du wirklich noch" fragt sie beim Anblick der Tücher im Kerzenschein.
Anstatt zu antworten helfe ich ihr aus den Kleidern.
"Na gut. Aber nur kurz."
So ist es, wenn subbi auf seinem Recht beharrt. Einfordern was gewünscht und ausgemacht war.
"Ich dachte du bist zu müde."
Doch das was sie sagt geht im Stöhnen unter, als die Hand mit reichlich Öl nach unten reibt. Was folgt ist ein Kneten und Walzen. Ein Reiben und streicheln. Ein kräftiges Massieren.
ER ist so hart, so fest. Ich spüre wie ER tropft, wie Sehnsucht von SEINEM Köpfchen rinnt, meinen Schenkel trifft, so Fäden spinnt.
Ein Griff, ein Stöhnen - genau die Art Belohnung, die ich erhofft, mir erwunschen habe.
Jede Berührung quält, jedes Reiben, jedes nach oben gleiten löst neues Zucken aus.
"Reicht das aus?"
Die Frage ist weich. Direkt ins Ohr geflüstert. Ich würde noch gerne. Mach sie weiter mit?
"Nein, weiter. Direkt unterm Kopf."
Und kaum liegt die Hand dort und packt sie fest zu da stöhnt es erneut und ER zuckt sofort.
Ein Schauer durchströmt meinen Körper. Ich zittere los. Mir ist, als ob Rose grinst. Sie hat mein Erbeben gespürt.
Die Hand streicht hinab. Die Finger liegen einzeln an. Nur die Kuppen berühren die Haut, streifen weiter, wechseln auf die Schenkel, kreisen innen entlang. Dann geht es hoch, wieder ganz hinauf. Bis zum Kopf.
Ein wahnsinniges Gefühl.
Bei mir fühlt es sich an als ob ER gleich platzt. Was Rose so spürt? Sie stöhnt, als die Hand unten am Kopf anliegt, hier streicheln massiert, dann knetet was geht. Kräftig stemmen sich zwei Hände gegen den Druck an. Alles fest. Alles Hart. Und rollt durch die Hand.
"Das reicht" murmelt Rose.
Sie richtet sich auf. Ihre Hand greift nach IHM, nimmt einen Faden auf.
"Silbern" lacht sie.
"Ja danke Herrin."
Ihr Finger streift vom Schenkel zum Schaft, umfasst ihr Stück. Dann drückt sie zu. Das erste Mal die heutige Nacht. In meinem Kopf leuchtet ein Feuerwerk auf.
"Danke mein Zögling für die schöne Massage. Genau die habe ich gebraucht.
Ich denke zu wenig an die Massagen. Wie gut sie für mich sind und wie gut erst für dich."
Erneut schließt sie ihren Griff. Ich stöhne aus.
"Ich verstehe, dass ich dich viel härter ran nehmen muss. Das werde ich auch tun. Verlass dich darauf.
Es tut dir gut.
Ich sehe das."
Dabei nimmt sie erneut einen Faden auf. Silbern glänzenden spinnt Rose ihn um SEINEN Kopf.
Silberfäden.
Lange habe ich nicht mehr so etwas schönes gesehen.
Ja, wer Gutes macht, wird auch belohnt.
Vom Rosenzüchtling
Rose reibt sich dabei das Genick.
"Gerne Lady" aber später.
Im Moment habe ich noch so viele vor wir und dazu brauche ich Zeit. Morgen ist der Letzte im April. Der Tag vor dem ersten Mai. Der Tag, an dem der Wiener Geburtstag hat.
"Willst du feiern" hatte ihn Rose gefragt.
"Hho" brach er Euphorie hinaus.
"Dann musst du die Gäste einladen."
Es geht um seine Verwandtschaft.
"Was wollen wir zu essen machen?"
"Grillen?" "Soll regnen" "Weiß nich..."
'Think Big' ist bei so etwas seine Devise. Da muss es schon etwas Ausgefallenens sein. Ob er es dann zubereitet ist fraglich. Sein Geburtstag. Das reicht für ihn. Hat er doch elterliches Personal.
"Was hältst du davon?"
Rose zeigt ihm ein Rezept. Für 20 Personen.
"Sollen wir das machen?"
"Jo. Is OK."
Gut, somit ist klar: Volles Programm für Rose und mich. Das braucht alles Vorbereitung. Wir schaffen das.
Während Rose am Dienstag Mittag bereits das Fleisch vorbereitet macht sie nebenher noch den Teig. Wir brauchen Achtzig Brötchen, die doppelte Portion. Die werden gedämpft. Im Dämpfeinsatz. Fünf Stück bekomme ich auf einmal hinein, zwölf Minuten brauchen sie dann. Das bedeutet, ich habe sechzehn Mal das Teil zu füllen und dann sechzehn Mal zwölf Minuten zu warten. Anders gesagt, bei fünf Durchgängen je Stunde wird es spät.
Es ist weit nach Sechs als der erste Durchlauf dämpft. Dann lange warten, routiniert die nächsten Fünf vorbereiten, herausnehmen, einsetzen und weitere zehn Minuten warten.
Um die Zeit zu nutzen bereite ich Vesper für morgen, backe 'nen Kuchen und räume ein wenig die Küche auf.
Es ist nach Acht als die Hälfte der Brötchen fertig ist.
'Wenn das keine Belohnung...' denke ich bei mir als Rose fragt:
"Soll ich dich ablösen?"
"Nein", warum sie?
Ich habe genau so viel mit dem Geburtstag zu tun wie sie. Eigentlich sollte unser klein Wien etwas Interesse daran zeigen, tut's aber nicht. Ich mache es nicht wegen ihm. Sondern meiner Rose zuliebe. Dem Gutmensch in ihr. Mit keinem Streit. Mit jedem Recht. Kostet oft Kraft.
Ich helfe.
Bald Elf.
Die Küche glänzt. Alles aufgeräumt. Völlig geschafft setzte ich mich neben meine Lady. Auf ein Mal läuft es mir kalt den Rücken hinab. Und heiß. Es kribbelt in mir. Roses Hand streicht sanft über meine Schulter. Sie löst das aus. Die Berührung ist der Grund für das wohlige Gefühl.
Belohnung? Das noch nicht.
Tut zwar gut. Doch ich will mehr.
Deutlich mehr.
Rose verlässt kurz den Raum.
Die Zeit nutze ich, das Schlafzimmer vorzubereiten.
Es ist warm. Deckbett weg, Badetuch drauf. Kerzen an.
Bevor die Lady mich vermisst bin ich zurück.
"Wir gehen dann ins Bett" sagt sie gleich drauf.
"Ja Lady" antworte ich, voller Vorfreude auf meine Belohnung.
Belohnung! Belohnung! Nein, in meinem Denken hat nichts anderes mehr Platz.
Belohnung! Dafür habe ich mich heute abgemüht.
"Ich finde es Klasse, dass ihr noch wartet" freut sich unser Großer.
'Warten? Spinnt der? Überhaupt, worauf?'
"Gerne" antwortet Rose mit kurzem Blick auf die Uhr, "ist ja gleich so weit."
"Was?" Mein Kopf fährt herum.
Warten? Worauf? Was ist bald? Neun bis Zwölf. 'Bis er Geburtstag hat!'
Und dann? Ein Sekt? Mag keinen mehr. Vor allem hat er mich heute um meine Belohnung gebracht. 'Musst warten, bis zum nächsten Tag.'
"Gratuliere mein Sohn. Gute Nacht.
"Auch von mir" drücke ich ihn, "ich muss jetzt ins Bett."
"Ich weiß. Du musst morgens früh raus."
Deswegen muss ich nicht. Ich gehe weil die Lady es macht.
Und die sagt direkt vor der Tür:
"Es ist wieder so spät mein Liebster. Ich weiß du bist müde. Ich habe es dir zwar...."
Wie so oft schiebt sie das auf die lange Bank. Deshalb bin ich froh über die Fakten, die sie nun entdeckt.
"Willst du wirklich noch" fragt sie beim Anblick der Tücher im Kerzenschein.
Anstatt zu antworten helfe ich ihr aus den Kleidern.
"Na gut. Aber nur kurz."
So ist es, wenn subbi auf seinem Recht beharrt. Einfordern was gewünscht und ausgemacht war.
"Ich dachte du bist zu müde."
Doch das was sie sagt geht im Stöhnen unter, als die Hand mit reichlich Öl nach unten reibt. Was folgt ist ein Kneten und Walzen. Ein Reiben und streicheln. Ein kräftiges Massieren.
ER ist so hart, so fest. Ich spüre wie ER tropft, wie Sehnsucht von SEINEM Köpfchen rinnt, meinen Schenkel trifft, so Fäden spinnt.
Ein Griff, ein Stöhnen - genau die Art Belohnung, die ich erhofft, mir erwunschen habe.
Jede Berührung quält, jedes Reiben, jedes nach oben gleiten löst neues Zucken aus.
"Reicht das aus?"
Die Frage ist weich. Direkt ins Ohr geflüstert. Ich würde noch gerne. Mach sie weiter mit?
"Nein, weiter. Direkt unterm Kopf."
Und kaum liegt die Hand dort und packt sie fest zu da stöhnt es erneut und ER zuckt sofort.
Ein Schauer durchströmt meinen Körper. Ich zittere los. Mir ist, als ob Rose grinst. Sie hat mein Erbeben gespürt.
Die Hand streicht hinab. Die Finger liegen einzeln an. Nur die Kuppen berühren die Haut, streifen weiter, wechseln auf die Schenkel, kreisen innen entlang. Dann geht es hoch, wieder ganz hinauf. Bis zum Kopf.
Ein wahnsinniges Gefühl.
Bei mir fühlt es sich an als ob ER gleich platzt. Was Rose so spürt? Sie stöhnt, als die Hand unten am Kopf anliegt, hier streicheln massiert, dann knetet was geht. Kräftig stemmen sich zwei Hände gegen den Druck an. Alles fest. Alles Hart. Und rollt durch die Hand.
"Das reicht" murmelt Rose.
Sie richtet sich auf. Ihre Hand greift nach IHM, nimmt einen Faden auf.
"Silbern" lacht sie.
"Ja danke Herrin."
Ihr Finger streift vom Schenkel zum Schaft, umfasst ihr Stück. Dann drückt sie zu. Das erste Mal die heutige Nacht. In meinem Kopf leuchtet ein Feuerwerk auf.
"Danke mein Zögling für die schöne Massage. Genau die habe ich gebraucht.
Ich denke zu wenig an die Massagen. Wie gut sie für mich sind und wie gut erst für dich."
Erneut schließt sie ihren Griff. Ich stöhne aus.
"Ich verstehe, dass ich dich viel härter ran nehmen muss. Das werde ich auch tun. Verlass dich darauf.
Es tut dir gut.
Ich sehe das."
Dabei nimmt sie erneut einen Faden auf. Silbern glänzenden spinnt Rose ihn um SEINEN Kopf.
Silberfäden.
Lange habe ich nicht mehr so etwas schönes gesehen.
Ja, wer Gutes macht, wird auch belohnt.
Vom Rosenzüchtling
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