Samstag, 16. Mai 2015

Unbequem

Er drückt und macht und tut.
Unbequem.
Ungewohnt.
So lange Zeit.

"Wie sieht's aus" fragt Rose nach und packt an ihr Stück.
"Wie steht's?" ... ein Rosenkuss.
Verlangend drängt sich ihre Zunge in meinen Mund.
"Willst du Sex?"
Dabei reibt ihre Hand meinen Schritt, knetet dort herum, die Bälle -uninteressant, dann höher wo sich langsam etwas tut.
Ganz langsam erwacht etwas in IHM.
Rosenküsse? Reibung? Das Kneten, ihr Spiel?

Im Hintergrund -das Wohnzimmer ist voll- beginnt die Musik.
Sing Star wird angestimmt. Der Wiener, seine Freundin, die Nichte und Tante...
"Ich will heute noch reiten" flüstert mir Rose ins Ohr und lässt mich stehen.
IHN noch nicht.
(Stehen lassen meine ich.)


"Rose, mein Tag war lang. Kann ich ins Bett" frage ich nach.
Sie schwankt. Sex kann - könnte sie jeden Tag haben.
Kann sich jeder Zeit holen - zumindest an IHM versuchen.
Aber singen mit den Anderen?
"Na gut. Dann geh."

Er drückt und reibt.
Über die Nacht. Jeden Tag neu.
Ungewohnt.
Morgens beim Rasieren musste ich entdecken wie ungewohnt das alles ist.
Der Schritt gerötet, fast schon Wund.
ER bekommt zu wenig Luft.
Der Käfig scheint ER gewohnt zu sein, den lange Zeit zu tragen macht IHM nichts aus.
Aber über Tage in einem Slip zu schwitzen, nicht mehr frei zu schaukeln, herumzubaumeln nimmt IHN mit.

Die Slips sind eigentlich bequem, inzwischen aber ungewohnt.



"Was machst du gerade" fragt mich Rose.
Anstelle zu sagen ich schreibe eben weiche ich aus:
"Ich lade die Phones. Ich checke die Route, ich aktualisiere das Navi. Für heute Abend."
"Ach so. Ich will jetzt Sex."
Ich schau sie an, ich lächle nur.
Sie will mich so nicht gehen lassen.
Ihr scheint es wichtiger als mir zu sein.
"Kaffee? Kuchen?"
"Nein" dreht sie sich um.

In einer Stunde fahre ich los.
AC/DC mit dem Sohn.
Rose bleibt zu Hause mit seiner Freundin.
Bis wir Heim komme schlafen die schon.



Vom Rosenzüchtling

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