Sonntag, 30. April 2017

Ungegessen

"Was ist?"
Rose ist unzufrieden mit ihrem sub.
Unleidig stehe ich herum, ziehe ein Gesicht, ganz zur Verärgerung meiner Lady.
"Ich habe Hunger" antworte ich knapp.
Seit drei Stunden bin ich nun wach, habe gebacken und bin am Warten das die Kids sich zu ihrem Morgenjogging aufraffen.

Das Haus ist voll. Ein langes Wochenende, mit Geburtstag vom Großen.
"Frühstück? Gemeinsam? Klar, auf jeden Fall" kommt sofort von seiner Freunden.
Die Brötchen kommen jetzt in den Ofen, ich könnte beginnen einzudecken. Als ich Frage was sie wollen, "Kaffee, Tee, Milch, Kakao?" kommt als Antwort "Ah, warte. Wir wollen erst noch laufen."
Na dann...

"Wenn sie weg sind darfst du."
Nettes Angebot von Rose. Aber die dreißig Minuten die sie laufen kann ich auch noch warten. Außerdem war gemeinsam ausgemacht.
"Ja, danke" sage ich knapp.
Das verdutzte Gesicht von Rose lässt mich kalt.
Dafür ärgere ich mich viel zu stark über meine Gäste die das Tempo vorgeben.
Nein, das ist ungerecht, nicht über sie. Stress! Im Job, den ich auf sie, auf meine Gäste, meine Familie, meine Lady projiziere.
Ich bin ungerecht.

Zwei Kids sind weg. Zusammen mit dem Hund drehen sie ihre Runde.
"Jetzt darfst du essen."
Ich checke die Uhr, "braucht noch, ich warte."
"Wie lange?"
"Acht Minuten."
"Das reicht."
Erst jetzt dämmert es.

Das mir das passiert!
Ich -mir- der immer solche Anspielungen macht, der ständig Doppeldeutig redet.
Da bietet mir meine Lady an vom Honig zu naschen, ihren goldenen Tiegel auszuschlecken und ich bemerke nicht wovon sie redet.
'Kann sie noch warten?' Ich meine, Acht Minuten, ich habe nicht vor sie unter Druck zu setzen.
Es ist so lange her, das sie das letzte Mal kam, da gehe ich es gerne langsam an.
Sicher würde es hart und fest gelingen, sie sehr sehr schnell zum Kommen zu bringen.
Aber so etwas ist selten mein Ziel.

Rose geht vor. Gleich werde ich folgen, was ich erst einmal mit den Ohren tue.
... um festzustellen, nicht das Schlafzimmer ist ihr Ziel, es ist das Bad, sie macht sich frisch.
Doch kaum ist die Türe dort verschlossen öffnet sich eine daneben.
Das Middlekid ist aufgestanden, läuft durchs Haus, das war es dann.

#

"Ich will dich haben! Heute Abend will ich Fleisch. Hast du irgendetwas dagegen...?" sagt mir Rose Minuten später.
Hund und Kids sind zurück, gerade duschen. Das Haus ist wach, wir auf der Terrasse für uns allein.
"Nein, Herrin. Ich habe nichts dagegen zu haben. Was immer ihr wann auch immer wollt."
"Genau. Aber was willst du?"
Mit einem Finger an meinem Kinn dreht sie meine Kopf hoch, will mir in die Augen sehen während ich zwischen ihren Beinen knie.
"Ich möchte noch diesen Monat warten."
"Warum? Wie viel Tage sind es dann?"
"Dann sind die ersten vier Kalendermonate in diesem Jahr vorbei."
"Gut, den einen Tag warte ich noch. Aber ich bin heiß darauf."
"Lady jederzeit. Es ist eure Entscheidung IHN kommen zu lassen."
"Es würde dir gut tu mal wieder abgelassen zu werden."

Naja, da bin ich mal gespannt.
Ich erwarte nicht viel davon. Ein laues Lüftchen. Ein einfaches Kommen wie sonst, wie früher, wenn ich es mir regelmäßig, häuft, mehrmals am...
Warten wir's ab.
Im Käfig wird es eng.


Vom Rosenzüchtling

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