Sonntag, 21. Juni 2015

Warum

Oft erschrecke ich rückwirkend selbst wie dicht so mancher Titel an der Realität ist.
Reset
Eigentlich nur als Floskel gedacht, wie viele Dinge sich auf ein Mal ändern werden.

Reset, immer mit einem Neuanfang verbunden.
... der meistens hakt.
... nicht flüssig läuft.
... Alt bekannte Probleme nach vorne bringt und Dinge, von denen man glaubt, sie sind längst gelöst nach oben schwemmt.

Eine Woche voll mit Job.
... mit Rechfertigung.
Warum?
Ich habe es satt mich Tage, Wochen danach für etwas zu erklären, dass damals absolut richtig war.
Entscheidungen, von denen damals noch keiner wusste, sie werden falsch.
Warum?
... reibt auf.
Hinter-her-Klug.
Und kaum einer gibt es zu.
Nur wenige erklären 'Ja, die Entscheidung hatten wir zusammen getroffen.
Interessant, wie lange zwei Tage sein können.
Tage, in denen projektspezifisches Vergessen um sich greift.
Kollektiv wird gemeint, Mails und Aussagen anders verstanden zu haben.

Normal.
Alltag.
So ist Mensch halt einmal.
Warum?
... weil DU und ich es so entschieden haben.
... weil es richtig war.
... weil es keine Alternativen gab.

Warum?
So stumpf die Frage ist, sie dringt doch tief.
Das simple Wort Warum? wirft so viele Fragen in einem auf.
Es lähmt. Es fordert auf, sich rechtfertigen zu müssen.
... war es richtig gewesen?

Hätte man nicht... könnte ich entkräften.
Da kann ich erklären, dass dies nicht ging.
Aber ein dummes Warum? ist nichts anderes als ein Simples erkläre dich mir. Ich habe keine Lust selber nachzudenken.
... selber darüber zu reflektieren was ich zum Misserfolg beigetragen habe.

Warum?
Die Woche hatte fünf Arbeitstage.
Vier wurden vergeudet.
Anstelle zu arbeiten, Fehler zu beseitigen, auszumerzen was nicht sein soll - Marathon.
Besprechungen zu vielen Themen, mit einer Frage:
Warum ...?


Die Woche lief nichts.
Nicht im Job und nicht bei Rose.
Kaum ein Gedanke an Sex.
Keine Anspielungen wie sonst, keine Zweideutigkeiten.
Einzig, Kid2 ist Achtzehn, Kid1 kommt aus Wien.
Ohne Rose wäre auch das in die Hose gegangen.
Sie machte und schaffte und wühlte. Wie in alten Zeit.
Ich war auf Arbeit, kam spät heim.
War unleidig, kaum anzusprechen, nie konzentriert - wie in alten Zeiten.


Es muss, es soll wieder alles besser werden.
Im Job, die Teams sind ausgerichtet, die Weichen gestellt.
Mach Kollegen übers Maul gefahren, gesagt er muss helfen, nicht nur klagen.
Ich denke, dort läuft es ab Montag wieder.

Und mit Rose?
Die Lady blüht. Der Wiener ist weg, auf den Zug gebracht.
Dann geht es in den Wald. Auslauf für den Hund.
"Hier nimm" übergibt mir Rose die Leine und ich gehe weiter während sie der Natur ihren Lauf lässt.
Nach kurzer Zeit holt sie mich wieder ein.
Zufällig streift ihre Hand meinen Arm, streift über meine Hand, hinab zu den Fingern, die die Leine halten.
Ich bleibe stehen.

Roses zweite Hand streicht meine Rücken hinauf. Als sie meine Schultern berührt durchzuckt es mich. Ein Schauer läuft meinen Rücken hinab. Elektrisiert stehe ich vor ihr, schaue sie an, sehe ihr Gesicht, ihre Augen -Göttinlich- ihren Mund, ihre Lippen, die sich den meinen nähern.
Zärtlich berührt sie mich, haucht mir einen Kuss auf meinen Mund und ich stöhne leise aus.
'Neuanfang?' überlege ich.
Wie lange ist es her, dass sie mich begehrend küsste.
Das Frühstück heute Morgen war im Kreise der Familie. Das gestern auch nicht wirklich allein.
Dieser Kuss ist ein erster Keim den sie sät.

Rose streicht über meine Wange, lässt mich die Kälte ihrer Hand spüren, die nun auf meiner Hose liegt, an meinem Reißverschluss nestelt, öffnet um sich hineinzuschlängeln und zu suchen was sich darin verbirgt.

Verbirgt.
ER bleibt klein.
ER verspürt keinen Grund, aufrichtig zu sein.
Für IHN war die Woche... vergeudet.
Nicht ein Gedanke an Sex.
Nicht eine Berührung von ihr.
Nicht ein Gedanke von mir, an dem ER hätte sich aufrichten können.
Beleidigt blieb ER klein.

Roses Küsse interessierten nicht. Ihre Hand, die IHN berührt, beginnt mit IHM zu spielen, in der Hose zu drücken, zu wichsen versucht bringt nicht.
ER will nicht.
Ihre Hand fährt tiefer. Eine kalte Hand, die Bälle berührt... Kälte zieht Dinge zusammen. Macht sie klein, aber lässt IHN wachsen. Nochmals ein Kneten, ein Wärmen ihrer Hand an den Bällen. Danach Drücken und Wichsen. ER ist fast bereit.

Ihre Hand gleitet heraus, fasst erneut hinein, packt den Schaft, zieht IHN heraus und beginnt zu wichsen.
Als ich keuche läuft sie los.
IHN/mich im Griff laufe ich hinter ihr her. Links den Schirm, rechts den Hund und an IHM von der Lady geführt. Sie hat alles im Griff.
Dann, schade... Leider, der Weg ist zu Ende.
Nur ein kleiner Pfad führt zwischen Sträuchern hindurch. Zu schmal um nebeneinander von der Lady gehalten hindurchzulaufen.

Rose bleibt stehen, dreht sich zu mir, beginnt mich zu küssen. Ihre Zunge streift meine Lippen, dringt ein, fordert meine Zunge um mit ihr zu ringen. Ein Kampf, den ich nicht gewinnen kann. Nicht gewinnen will. Ich bin unten, will ihr dienen. Sie bestimmt.
Die letzte Woche ist weg. Was war - war.
Nun umfasst der Ladies Hand ihren Schwanz, wichst IHN fest während ihre Lippen mit mir spielen, mich berühren, kurz an meine Lippen tippen, dagegen hauchen um sich dann fest darüberzulegen und ihre Zunge tief in meinen Mund zu schieben. Sie sucht, findet meine Zunge.
Ich stehe vor ihr, fühle mich unter ihr, spüre wie mein Körper sich lädt, wie meine Spannung steigt, wie Energie von mir zur Lady fließt. Wie sie wächst.
Je mehr sie gibt um so mehr kann ich geben.
Zusammen - ich keuche.

"Augen auf" flüstert sie. Du muss schauen ob jemand kommt.
Ihr Blick gilt dem Wald. So wie wir stehen kann sie sonst nichts sehen. Aber wen ich meinen Kopf ein wenig drehe UND wenn ich meine Augen öffne überblicke ich den Weg.
Gut dreihundert Meter zurück. Ganz gerade, parallel zum Fluß der nur wenige Meter von uns entfernt hinter den Bäumen fließt, in dessen Richtung Rose blickt.
'Was wohl ein Wanderer sieht, der diesen Weg benutzt?' Noch kommt niemand den Weg entlang. Aber wir beide stehen im Profil. Roses Hand zwischen uns. Die sich hebt, die sich senkt. ER sicher nicht, aber ihre Bewegung wird selbst auf diese Entfernung zu erkennen sein.
Eindeutig was sie macht.

Frei im Wald.
Erinnerungen steigen auf.
Erneut schließe ich die Augen.
'Wie geht es weiter? Was nimmt sie für sich?'
Ganz tief unten ist ein leichtes Kribbeln zu spüren.
Ich halte still. Noch kann es dauern, bis es nach oben kommt.
Was hat sie vor? Kommen darf ich nicht -glaube ich. Sie hat nichts gesagt, deshalb nicht erlaubt und somit verboten.
Mein Schaft ist prall. Die Bälle liegen innen. Noch in der Hose gefangen haben sie keinen Platz zu baumeln und sich an meinem Erregen zu beteiligen.
Für mich wird es schwer mich aufrecht zu halten. Mein Kopf fällt in den Nacken, ich bin nicht mehr Herr meiner selbst. SIE, meine Lady übernimmt die Kontrolle, hält den Joystick, spielt mit mir.
Mein Kopf kippt nach vorne, liegt auf ihrer Schulter, ich stöhne leise.
Rechts den Schirm, links den Hund und sie spielt wie es ihr gefällt.
Ich bin ihr Spielzeug, Toyboy-Toy
'Herrin, befehlt. Ich mache alles was ihr willst.'

"So, das reicht. Erst einmal. Wo geht es weiter?"
.... Zweiundzwanzig, Dreiundzwanzig.
Ich bin sub, bin mann. Da gelingt es nicht so schnell umzuschalten.
Erst muss ein Teil des Blutes zurück in den Kopf. Erst die Durchblutung des oberen Hirnes beginnen, dann das System nach oben fahren.
Orientieren: Wald - Weg - Pfad.
Drei Wege, einer zwischen Büschen, der andere durch Sträucher, der Dritte geht zurück.
Wo - welcher? Welchen nehmen?
Ich laufe vor.
"Halt! Pack IHN weg. Ich brauche keine Zecken auf IHM. Die werden sich darauf stürzen."
"Ja Lady" keuche ich, bei der Bemühung IHN einzupacken.
Nach Innen zwängen, zur Seite biegen und beim Schließen des Reißverschluss darauf achten, dass nichts dazwischen ziept.

Ein Neuanfang.
Im Wald.
Und was für einer.
Zudem hat sie danach gemeint:
"Du kommst nicht so schnell."
Sie gesteht mir zu noch etwas aufzubauen.
Ich kann Rose gut verstehen.
Immerhin bin ich diesen Monat schon so oft gekommen,
wie es meinem Durchschnitt entspricht.


Vom Rosenzüchtling

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