Freitag, 15. Juni 2012

Schlapp

Locker hängt ER an mir herab und zeigt sich an nichts interessiert.
Dann trete ich hinter Rose, streiche über ihren Rücken und küsse ihren Nacken. ER reagiert leicht, stellt sich etwas auf und ich spüre ein starkes Kribbeln in meinem Schaft.
Ungewohnt.

Es ist, als ob Ameisen an IHM entlang laufen. Jedoch nicht außen, das Krabbeln kommt von innen.
Je mehr ich Rose berühre um so stärker wird es bei mir. ER ist erregt, zeigt es jedoch nicht so.
Die Ameisen wandern. In IHM entlang, meinen Bauch hinauf hoch, bis in meinen Kopf. Das Kribbeln kommt an, verwirrt mich aber gefällt.
Mir geht es gut.

Stunden später kuschelte ich mich an Rose und sie packt zu.
Hing ER gerade noch schlaff herum, so regte ER sich nun ein wenig. Ihre Finger streicheln, drücken gegen IHN, ER richtet sich etwas auf.
So richtig mag ER nicht aber das ist mir im Moment egal.
Das Kribbeln ist da.

Ich liege neben Rose und keuche ihr ins Ohr. Es ist zu viel, kann mich kaum noch beherrschen.
Geht das denn?
ER macht nicht mit aber katapultiert mich hinfort?
Jeder Griff von ihr reicht fast schon aus.
Jedes Streicheln schon beinahe zu viel.
Ich kann nicht mehr und bin froh als Rose es beendet.
ER zeigt sich jedoch noch recht schlapp.

Spät im Bett massiere ich sie dann.
Ich öle ihren Rücken ein, verteile es auf ihrem ganzen Leib, bestreiche die Backen und Beine und ER ist voll da. Ständig wippt ER auf und ab, versucht sie zu erreichen, die Haut zu berühren, jedoch verweigere ich es IHM.
Die Ameisen sind zurück.
Krabbeln wieder hinauf und tanzen in meinem Hirn.
Das ist wunderschön.

Entspannt liegt Rose da. Also nehme ich ihren Fuß, massieren nun den.
Es ist schwer für mich, mich zu konzentrieren. Darauf zu achten, was ich bei ihr tu.
Ständig kribbelt es in mir und quält mich sein zucken. Ich bin abgelenkt, nicht richtig bei ihr.
'Lenk dich ab!' Nicht auf IHN, auf sie habe ich mich zu konzentrieren.
Und ich bemühe mich um ihre Füße.

Sorgsam massiere ich ihre Ferse, die Sehne, drücke ihre Sohle und fahre dort die Sohle entlang.
Nirgends sonst hat man so viel Flächen für den Druck, fühlt man so viel Sehnen, gibt es so viele Punkte. Ich zwirble an ihren Zehen, streiche zwischen ihnen hindurch, dehnen sie nach hinten, strecke sie so sanft.
Übungen für die Heels. Die Göttin sieht bezaubernd darin aus.
Danach den anderen Fuß, IHN habe ich bereits vergessen.

Ein Duft liegt in der Luft, Lavendel auf dem Rücken und Pfefferminz an der Hand. Das Balsam riecht anders, soll aber kühlen, meine Lady erfrischen. Ich streiche es aus, massiere hinauf über die Waden, streiche bis zu den Schenkeln hinauf.
Das Öl, der Duft...

Wieder bin ich auf ihren Schultern. Wieder dort wo alles begann. Es macht mir Spaß, sie zu spüren, über Rose zu knien und ihren Körper zu sehen. So weich und zart, robust genug für mich, meine Hände zu spüren, meine Massage zu ertragen. Ich liebe sie.

Ich spüre dass sie schläft.
Ich hab es geschafft.
Schon lange verfolge ich das, meine Lady zu massieren, sie so zu verwöhnen, dass sie vergisst, entspannt und dann noch entschläft.
Ich habe es geschafft.

Glücklich stehe ich auf und lösche das Licht. Mein Bauch ist nass.
Kurz prüfe ich nach, was das ist.
Etwas klebrig und Fäden ziehend.
Jetzt ist es klar.
ER hat getropft, gesabbert und gelechzt.
Hatte wohl gehofft das ER kann, mal wieder darf.
War nicht mein Ziel aber doch sicher SEINS.

Rose macht was sie will und ich sicher auch.
Auch ich mache, was sie will.
Und da es IHM nicht gefällt teilt ER es mir mit.
So wie auch jetzt, da er drückt und gegen die Hose stemmt.

Mal steht, mal schlapp.
ER macht doch auch was IHM gefällt.

Vom Rosenzüchtling

Kommentare:

  1. Sieht so aus als führte Roses bestes Stück ein ausgeprägtes Eigenleben.
    Sehr individualistisch das Stück, oder RZ?
    LG
    Chualinn

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  2. ER macht, was ihr gefällt.
    Zumindest reagiert ER immer weniger auf mich.

    Wir wissen eben beide, wo unser Platz ist.


    RZ und rz

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